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Hitze löst Besucheransturm aus

Im Freibad Gebersbach kann man nicht nur baden. Auch Schwimmkurse sind möglich.

Von Frank Korn

Bis zu 36 Grad im Schatten und Sonnenschein – es war das wärmste Pfingstwochenende seit vielen Jahren. Klar, dass viele Menschen auf der Suche nach Abkühlung ins Freibad pilgern. So verzeichnete das Bad in Gebersbach einen wahren Besucheransturm. Waren es am Pfingstsonntag knapp tausend Badelustige, so strömten am Montag 1160 Besucher in das Freibad. Selbst am Dienstag riss der Ansturm nicht ab, wie Thorsten Hartwig, Geschäftsführer des Welcome Wellness Sport- und Freizeitzentrums Döbeln, dem Betreiber des Bades, berichtet. „Dadurch, dass das Gymnasium freihatte und auch andere Schulen nur verkürzt unterrichteten, hatten wir noch einmal etwa 700 Gäste.“

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Mit solchen Rekordzahlen wie vom Pfingstwochenende stößt das Freibad aber auch an seine Grenzen. „Es gibt keine Begrenzung, wie viele Besucher rein dürfen“, sagte Thorsten Hartwig. Die Geräte liefen in den vergangenen Tagen auf Dauerlast und 100 Prozent. Auch für das Personal seien solche Besucherzahlen eine Herausforderung. So war jeden Tag ein Mitarbeiter damit beschäftigt, für Nachschub im Imbiss zu sorgen. Dabei sei es ein Nachteil, dass der Imbiss im Freibad Gebersbach in einem separaten Gebäude untergebracht ist. „Dort kann aus Platzgründen auch nicht mehr als ein Mitarbeiter arbeiten. Wir versuchen, das etwas auszugleichen, indem wir auch an der Kasse am Eingang Eis und Getränke anbieten. Dennoch ist gerade bei hohen Besucherzahlen immer mit Wartezeit zu rechnen“, so Hartwig. Das Freibad Gebersbach definiere sich als gemütliches Familienbad. „600 bis 800 Gäste an einem Tag sind für uns eine gut machbare Größe. Wir haben viele Stammgäste.“

Um einen möglichst reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, sind jedes Jahr Investitionen erforderlich. Vor Beginn dieser Saison wurden Papierkörbe, Bänke und Sonnenschirme angeschafft. Nach dieser Saison sollen weitere Bäume gepflanzt werden, um noch mehr schattige Stellen zu haben. Ständig sei darauf zu achten, dass die Wasserqualität in Ordnung ist. In diesem Zusammenhang erklärt Hartwig auch, warum ein Freibad nicht einfach von einem Tag auf den anderen die Saison eröffnen kann, nur weil vielleicht gerade schönes Wetter ist. Die Saisonvorbereitung dauert ebenso wie die Winterfestmachung etwa sechs Wochen. „Der Ablauf ist vorgeschrieben. Es gibt zum Beispiel den Tag der Bereitschaft, an dem Wasserproben entnommen werden. Die werden eingeschickt, und erst wenn die in Ordnung sind, kann die Saison eröffnet werden“, erklärt Hartwig. Vor ein paar Jahren hätte ein Entenpärchen mal fast die Saisoneröffnung verdorben. „Man glaubt gar nicht, wie sehr ein Entenpärchen die Wasserwerte verschlechtern kann.“ Der größte Kostenfaktor ist nicht das Wasser, sondern der Strom. Bei normalem Besuch werden im Monat an die 4000 Euro fällig.

Das Freibad Gebersbach bietet auch Schwimmkurse an. Im vergangenen Jahr waren es 25 mit bis zu zehn Teilnehmern. In diesem Jahr sind solche Kurse von Mitte Juli bis Mitte August möglich, allerdings nur nach Voranmeldung direkt im Bad oder im WelWel Döbeln. Schulklassen nutzen das Bad ebenfalls. So legen die Schüler der Grundschule und der Förderschule Waldheim jeweils ihre Schwimmprüfungen im Freibad ab. Der normale Schwimmunterricht wird allerdings in der Grundschule Hartha durchgeführt. Auch bei Wandertagen oder Abschlussfeiern wird das Bad gern angesteuert.