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Dresden

Hitzestau in Schule nicht zu verhindern

An der 144. Grundschule gibt es laut Eltern extreme Probleme mit der Hitze. Nun äußert sich das Schulverwaltungsamt. 

In der 144. Grundschule schwitzen die Schüler nicht nur an ganz heißen Tagen.
In der 144. Grundschule schwitzen die Schüler nicht nur an ganz heißen Tagen. © Archivbild: Sven Ellger

Eltern haben Alarm geschlagen, weil sie sich um ihre Kinder sorgen. Der Grund: In der 144. Grundschule staue sich die Hitze extrem. Die Schüler könnten deshalb kaum Leistung bringen. 

Teilweise säßen sie in Unterwäsche in den Klassenräumen, um weniger zu schwitzen. Das erklärte Mutter Franziska Greiner gegenüber der SZ. Selbst vergleichsweise geringe Außentemperaturen von 25 Grad heizen den Neubau in der Micktner Straße 10 enorm auf, bestätigt auch Schulleiterin Carola Schütze. Das Problem aus Sicht der Eltern: „Der Neubau verfügt über große Fensterflächen. Die direkte Sonneneinstrahlung ist damit hoch. Da die Klassenräume zudem zueinander versetzt gebaut wurden, ist ein abkühlender Durchzug nicht möglich“, so Elternsprecherin Esther Uhlmann. Eine Unterschriftensammlung wurde bei der Stadtverwaltung eingereicht, man hatte sich einen offenen Dialog erhofft. Dazu kam es jedoch nicht.

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Auf SZ-Nachfrage erklärt das Schulverwaltungsamt nun, die Problematik sei bekannt. Mit der Schulleitung und den zuständigen Hausmeistern wurde über „ein ordentliches Lüftungsregime“ gesprochen, um Abhilfe zu schaffen. Das heißt, „dass in den frühen Morgenstunden alle Klassenräume umfänglich gelüftet werden. Im Tagesverlauf sind die Räume stoßzulüften, um den hygienischen Raumluftwechsel zu gewährleisten.“ So könne der Hitze über eine gewisse Zeit begegnet werden. „Ein generelles Aufheizen der Räume wird nicht zu vermeiden sein“, heißt es. Daher müsse verkürzter Unterricht durch die Schulleitung angeordnet werden.

Das wurde in der 144. Grundschule auch umgesetzt. Allerdings: Viele Kinder blieben über die Unterrichtszeit hinaus in der Nachmittagsbetreuung. Das Problem setze sich damit laut Schulleiterin Schütze über den Tag fort. Ein Ausweichen ins Freie sei kaum möglich, da es im Hof nicht ausreichend Schattenplätze gebe.

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Die Stadt erklärt, die Freianlagen wurden neu gestaltet, Bäume müssten erst wachsen. Möglichkeiten weiterer Verschattung würden derzeit geprüft. Die bemängelten großen Fensterflächen sorgten laut Schulverwaltungsamt über das gesamte Jahr für ausreichend Tageslicht im Gebäude und gute Lernbedingungen. „Die installierten Fenster haben im Übrigen einen hohen energetischen Standard.“ Dieser werde bei der Konstruktion aller Schulneubauten zugrunde gelegt. „Unabhängig davon, lässt sich die Aufheizung eines Gebäudes nicht verhindern, jedoch mittels vernünftigem Lüftungsregime verzögern.“ 

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