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Hochbetrieb am Potschappler Bahnhof

Freital. Hochbetrieb herrschte gestern am Potschappler Bahnhof. Dafür sorgten jedoch noch keine Fahrgäste, sondern Bauarbeiter. Die Fliesenleger rutschten durch die inzwischen hell gestrichene und mannshoch geflieste Eingangshalle.

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Freital. Hochbetrieb herrschte gestern am Potschappler Bahnhof. Dafür sorgten jedoch noch keine Fahrgäste, sondern Bauarbeiter. Die Fliesenleger rutschten durch die inzwischen hell gestrichene und mannshoch geflieste Eingangshalle. Sie schlossen die letzten Löcher im Fußboden. Auf dem 140 Meter langen Bahnsteig wurden die letzten Pflastersteine verlegt, an den Fahr-stühlen wurde gewerkelt. „Bis Sonntag in einer Woche ist noch viel zu tun, aber wir schaffen das“, ist Axel Stanja von der DB Projektbau GmbH überzeugt.

Er koordiniert die Arbeiten an der Sachsenmagistrale, die sich seit Oktober vorigen Jahres durch ganz Freital ziehen. In acht Tagen sollen sie so weit beendet sein, dass hier wieder der normale Zugverkehr rollen kann. Dieses Ereignis wird groß gefeiert werden. Und das bekanntermaßen in Freital vor dem Potschappler Bahnhof. „Die Stadt hatte einerseits unter unseren Bauarbeiten besonders stark zu leiden, sie hat aber auch andererseits mit uns super zusammengearbeitet“, begründet Stanja die Entscheidung. Er verweist darauf, dass in Freital allein 14 Brücken neu gebaut wurden, was 14 Mal Verkehrsbehinderungen nach sich zog. Dazu kam der zusätzliche Bauverkehr in der Stadt, die Diskussionen über das Aussehen der Brückenbauwerke und der Schallschutzmauern, die Genehmigung der Nachtarbeit… „Bei all diesen Fragen haben wir immer gemeinsam eine Lösung gefunden“, lobt Stanja und lädt die Freitaler ein, die Wiedereröffnung zu feiern. Am 14. Dezember spielt ab 10.30 Uhr am Bahnhof die Musik, es gibt eine Bild- und Tonübertragung von der Ankunft zweier Intercity, die ausnahmsweise in Potschappel halten, vier Ansprachen und dann wieder Musik – und das alles bis 13 Uhr. (SZ/jk)