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Hochhaustreff Kleeblatt hofft auf Zukunft

Ehrenamtliche können voraussichtlich durchMittel der Stadt ihreArbeit am Projekt der Bürgerinitiative fortsetzen.

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Ob der Hochhaustreff Kleeblatt am Jacob-Winter-Platz 1 weiter bestehen kann, stand auf der Kippe. Der Treff ist ein Projekt der Bürgerinitiative Prohlis und wurde bis Sommer vorigen Jahres durch LOS-Mittel finanziert (Lokales Kapital für soziale Zwecke). Diese Unterstützung gibt es jetzt nicht mehr. „Wir haben Unterschriften gesammelt, um zu erreichen, dass es mit unserem Treff weitergeht“, sagt Hannelore Schliebe. Von der Stadt wurde den Mitarbeitern zugesagt, dass Geld aus dem Haushalt der Kommune für das Prohliser Projekt eingestellt sei. Der Antrag ist eingereicht. Vor allem geht es um die Miete für die Dreiraumwohnung, in dem die Ehrenamtlichen vom Kleeblatt ihr Domizil haben.

Zwei Männer und vier Frauen kümmern sich um den Hochhaustreff. Donnerstags gibt es ein Mittagessen, für das nur 50 Cent zu bezahlen. „Wir kochen neuerdings nicht nur für Menschen, die in ihren Einraumwohnungen am Jacob-Winter-Platz 1 zu Hause sind“, sagt Sonja Alisch. „Auch Mieter der Hochhäuser Prohliser Allee 31 und 33 sind oft bei uns zu Gast.“

Trödel und Tagesfahrten

Die Räume des Treffs sind für Rollstuhlfahrer zugänglich. Es gibt ein Begegnungszimmer, in dem drei Computer stehen. Hier kann das Internet auch für die Suche nach Arbeit genutzt werden. Jeden Monat bieten die Ehrenamtlichen eine Veranstaltung an. Für den Mai beispielsweise wurde ein Vertreter der Polizei eingeladen, der zur Vorsorge gegen Einbruch spricht. Auch Tagesfahrten in die Dresdner Umgebung stehen auf dem Programm.

Neu ist das regelmäßige Angebot von „Trödel auf dem Flur“. Donnerstags zwischen 12 und 14 Uhr werden im Gang in der zweiten Etage kostenlos Kleidung, Hausrat und anderes abgegeben. „Kurzer Weg“ heißt ein weiteres Vorhaben, bei dem ab 25. März einmal im Monat eine Sozialarbeiterin der Gagfah im Hochhaustreff zu sprechen ist. Vera Kliemann