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Höckendorf investiert, solange es noch kann

Höckendorf will dieses Jahr noch mehrere wichtige Investitionen auf den Weg bringen. Ab kommendem Jahr werden auch Höckendorf die Gelder dafür fehlen, erläuterte der Finanzverantwortliche Carlo Schütze im Gemeinderat, als er den Entwurf zum Haushalt 2010 vorstellte.

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Von Franz Herz

Höckendorf will dieses Jahr noch mehrere wichtige Investitionen auf den Weg bringen. Ab kommendem Jahr werden auch Höckendorf die Gelder dafür fehlen, erläuterte der Finanzverantwortliche Carlo Schütze im Gemeinderat, als er den Entwurf zum Haushalt 2010 vorstellte. Für Höckendorf ist die Situation ungewohnt.

Regenrückhaltebecken

Die Gemeinde wollte beginnen, den Bau eines Regenrückhaltedamms vorzubereiten. Dafür hat sie 2008 ein Hochwasserschutzkonzept aufstellen lassen. „Diese Vorhaben hatten für uns eine hohe Priorität“, sagte Schreckenbach. Aber das Geld reicht nicht, obwohl es für den Hochwasserschutz eine gute Förderung gibt. Deswegen taucht das Vorhaben im Haushaltsplan für 2010 gar nicht mehr auf, sondern ist auf 2011 verschoben worden.

Fußweg Obercunnersdorf

Aus dem Entwurf sind schon wichtige Vorhaben rausgefallen. Rainer Vogel (CDU) aus Obercunnersdorf stellte entrüstet fest, dass in seinem Ortsteil keine Investition geplant ist. „Der Fußwegbau ist dringend notwendig“, sagte er. Denn früher konnten die Fußgänger noch auf ein Anliegergrundstück an der Hauptstraße ausweichen. „Der neue Eigentümer will das nicht mehr“, sagte Vogel. „Jetzt müssen die Leute auf der Straße laufen. Das ist kreuzgefährlich.“

Bürgermeister Torsten Schreckenbach (Wählervereinigung) entgegnete, dass dieses Projekt auf 2014 verschoben wurde, weil vorher kein Geld dafür da ist. „Wenn wir das vorziehen, müssen wir etwas anderes nach hinten schieben“, sagte er. Diesen Punkt diskutierte der Gemeinderat aber nicht zu Ende. Schreckenbach will noch eine Sondersitzung einberufen, ehe das Gemeindeparlament endgültig zum Haushalt entscheidet.

Strassenausbau

Das wichtigste Vorhaben für dieses Jahr ist der Fußwegbau entlang der Staatsstraße durch den Kernort Höckendorf. „Daran halten wir fest. Das ist die größte Maßnahme. Sie steht von 2010 bis 2012 im Vordergrund“, sagt der Bürgermeister. Derzeit arbeitet das Ingenieurbüro an der Entwurfsplanung. Die Gemeinde wartet darauf. Damit soll sie eine fundierte Kostenschätzung bekommen. Schreckenbach erhofft sich davon Klarheit. „Dann haben wir Zahlen und wissen, wie teuer der Bau wird und welcher finanzielle Spielraum uns noch bleibt für andere Vorhaben.“

Neu ist die Idee, mit jedem einzelnen Bauabschnitt noch eine Buswartehalle zu errichten. Dafür sieht die aktuelle Planung in diesem und den nächsten beiden Jahren jeweils 10000Euro vor.

Der Gemeinderat vergab in dieser Woche auch noch den Auftrag, die Straßenbeleuchtung für den Fußwegbau zu planen. Die Enso hatte mit 9200 Euro das günstigste Angebot abgegeben und daher einstimmig den Zuschlag erhalten.

Im Februar soll nun der Haushaltsplan beschlossen werden. Vorher soll der Rat noch einmal in Klausur zusammenkommen, um über offene Punkte zu beraten.