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Höher, breiter, ungefährlicher

In Beiersdorf wird eine Brücke erneuert. Das dient nicht nur dem Hochwasserschutz.

© SZ Thomas Eichler

Von Carina Brestrich

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Beiersdorf. So schnell ein Hochwasser mitunter da ist, so lange dauert es, dessen Schäden wieder in Ordnung zu bringen. Ein Lied davon kann auch die Gemeinde Beiersdorf singen: Erst gingen beim Hochwasser 2010 etliche Brücken und Stützmauern kaputt, drei Jahre später beutelte das Wasser die Gemeinde erneut. Der Wiederaufbau geht seither aber nur schleppend voran. Immer wieder erkundigen sich Anlieger in den Sitzungen des Gemeinderates nach dem Stand der Dinge.

Müssen sie sonst in der Regel vertröstet werden, wird es nun immerhin für einen Schaden konkret: Die Entwürfe für die Brücke an der Amselgrundstraße sind fertig. Nach dem Hochwasser 2010 muss das Bauwerk über den Alten Graben komplett erneuert werden. Es ist nicht nur stark sanierungsbedürftig, sondern behindert den Flutschutz. Wie Jesko Fischer vom Planungsbüro IWT im jüngsten Gemeinderat erklärte, könnte die Brücke im aktuellen Zustand einem 20-jährigen Hochwasser nicht standhalten. Sie solle aber so gebaut werden, dass sie künftig größere Hochwasser übersteht, die der Wahrscheinlichkeit nach aller 50 Jahre auftreten.

Dazu wird die Brücke im ersten Schritt komplett abgebaut. Die neue wird anschließend aus Betonelementen konstruiert. Die Fundamente, auf denen sie aufliegen, werden mit speziellen Pfählen tief in der Erde verankert, erklärte Fischer. Insgesamt wird die neue Brücke 50 Zentimeter höher und lässt damit dem Alten Graben bei einem Anstieg des Pegels genügend Platz. Zudem wird die Fahrbahn auf 3,50 Meter verbreitert, Böschung und Bachbett werden in Ordnung gebracht.

Etwas Geduld brauchen die Beiersdorfer dennoch. Baubeginn ist nach Angaben von Jesko Fischer frühestens im Frühjahr 2016. Ende Februar wird die Gemeinde die Planung zur Genehmigung einreichen. Die Kosten für die Brücke betragen den Planungen zufolge 95 000 Euro. Sie werden aber größtenteils über Fördermittel getragen.