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Höhere Gebühren für Sportstätten

Die Stadt musste ermitteln, was eine Sportstunde jeweils tatsächlich kosten würde.

Von Birgit Ulbricht

Die Preise für die Nutzung der Großenhainer Sportstätten steigen. Allerdings nicht für Kinder und Jugendliche, die in Sportvereinen organisiert sind. Zumindest das hat der Kreissportbund wohlwollend zur Kenntnis genommen. Dass die Gebühren für andere Nutzer hochgesetzt werden, war bereits erwartet worden. Sie gelten seit 2003. Aber nicht dieser Umstand, sondern die Tatsache, dass die tatsächlichen Kosten für die Sporteinrichtungen nicht kalkuliert wurden, monierte das Rechnungsprüfungsamt. Daraufhin beauftragte die Rechtsaufsicht des Landkreises die Stadt, transparent darzustellen, was die Nutzung der Sportstätten tatsächlich kostet. Die Stadt kann auch weiterhin günstige Preise verlangen, nur darstellen muss sie die wirklichen Kosten eben. Und die sind schon erheblich. So würde zum Beispiel eine Stunde in der Rödertalhalle real knapp 32 Euro kosten, Am Schacht 22 Euro, in der Sporthalle am Gymnasium 42 Euro, auf der Jahnkampfbahn und im Stadion der Freundschaft 61 Euro und im Leichtathletik- und Fußballstadion im Husarenpark sogar 88 Euro. In eine solche Kalkulation gehen sämtliche Kosten ein, wie sie aus der unternehmerischen Buchführung bekannt sind. Diese Preise sind freilich nicht umsetzbar, so dass die Stadt sich darauf verständigt hat, die Nutzungsgelder von jetzt 3,70 Euro pro Stunde auf fünf bis neun Euro zu erhöhen, bei Mehrfeldhallen auf drei Euro pro Feld. Die Erhöhung auf einen bestimmten Kostendeckungsgrad wäre die Sportvereine wesentlich teurer gekommen. Die Stadt kommt so auf Mehreinnahmen von 11 900 Euro. Fremde Nutzer zahlen künftig die Gesamtkosten, je nach Vertrag, mindestens aber 20 Euro pro Stunde.

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Der Stadtrat hat dieser neuen Gebührenordnung zugestimmt.