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Freital

Höhere Mauern gegen neue Fluten

Auf einer Länge von 300 Metern bekommt die Weißeritz in Freital besseren Hochwasserschutz. Und das ist nicht alles.

Christoph Rauch von der Landestalsperrenverwaltung leitet die Hochwasserschutzmaßnahmen in Freital. Im Hintergrund ist schon gut zu sehen, wie die Ufermauer erhöht wurde.
Christoph Rauch von der Landestalsperrenverwaltung leitet die Hochwasserschutzmaßnahmen in Freital. Im Hintergrund ist schon gut zu sehen, wie die Ufermauer erhöht wurde. © Andreas Weihs

Von den Betonteilen wird künftig nicht mehr viel zu sehen sein.

Am Abschnitt der Weißeritz in Freital zwischen der Krönertstraße und der Poisentalstraße laufen derzeit die Arbeiten für eine der größten Hochwasserschutzmaßnahmen in den vergangenen Jahren auf Hochtouren.

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Stück für Stück verblenden Handwerker die Fertigteile mit Natursteinen. Das Ziel: Die Ufermauern sollen so hoch sein, dass die Weißeritz auch bei Hochwasser in ihrem Bett bleibt. Zwei Millionen Euro investiert die zuständige Landestalsperrenverwaltung (LTV) allein in diesem Abschnitt.

„Das ist eine enge Baustelle“, verdeutlicht LTV-Projektleiter Christoph Rauch die Schwierigkeiten vor Ort. Nach dem Baustart im vergangenen Herbst musste zunächst eine provisorische Baustraße in das Bett der Weißeritz gebaut werden. Nur so können die Handwerker an den Wänden, die den Fluss hier einfassen, arbeiten.

Um den Fluss an dieser Stelle gegen Hochwasser zu sichern, muss an zwei Stellen angepackt werden. Zum einen geht es darum, die vorhandene Natursteinwand, die die Weißeritz links und rechts einfasst, auf Vordermann zu bringen. Wie Projektleiter Rauch erklärt, befinden sich in der alten Mauer Hohlräume, die irgendwann für ein Auseinanderbrechen der Wand sorgen könnten. Diese werden nun mit einer Mörtelinjektion verfüllt. Die Mauer wird dadurch stabilisiert.

Besser zu sehen sind die Arbeiten, die sich auf dieser Mauer abspielen. Damit der Fluss auch in diesem Abschnitt 230 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aufnehmen kann – das ist das Ziel der LTV –, muss die Mauer erhöht werden. Flussabwärts gesehen ragt sie zunächst 40 Zentimeter, dann 60 Zentimeter und schließlich einen Meter über den parallel verlaufenden Fußweg hinaus.

Andere Fluss-Seite wird schwieriger

Im vergangenen Dezember ist damit begonnen worden, die ersten Beton-Fertigteilelemente dafür zu verbauen. Mittlerweile stehen diese auf der flussabwärts gesehen rechten Weißeritz-Seite fast alle. Die Elemente werden nun mit Naturstein verblendet und bekommen als Abschluss oben einen Abdeckstein.

Den Arbeiten liegen umfangreiche Vorbereitungen, Berechnungen und Planungen zugrunde, die direkt nach der Flut 2002 begonnen haben und 2010 noch einmal intensiviert wurden. Die Genehmigung zum Bau hat die LTV seit 2014.

Nachdem die Arbeiten nun auf der rechten Weißeritzseite schon weit fortgeschritten sind, geht es auch auf der anderen Flussseite weiter. Wegen der vorgeschriebenen Schonzeiten für Fische kann erst jetzt dort eine Baustraße in der Weißeritz angelegt werden. Anschließend soll dann auch die linke Ufermauer mit Mörtel-Injektionen gesichert werden. Die Erhöhung der Ufermauer gestaltet sich anschließend etwas schwieriger als auf der rechten Seite.

Weil der dort parallel verlaufende Fußweg zwischen der Brücke Fröbelweg und der Poisentalstraße schon jetzt sehr schmal ist, kann die Wand nicht mit einer verblendeten Betonmauer erhöht werden. Die Mauer samt dem Abdeckstein wäre zu breit und würde den Fußweg dahinter fast verschwinden lassen.

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Deswegen lässt die LTV diesen Abschnitt der Mauer nur mit Natursteinen erhöhen. Die Schutzwirkung im Hochwasserfall sei aber auf jeden Fall gegeben, beteuert Projektleiter Rauch. Im Abschnitt zwischen der Brücke Krönertstraße und der Brücke Fröbelweg wird, wie auf der anderen Flussseite, eine verblendete Betonwand hochgezogen.

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