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Hör mal, wer da klopft

Der Grünspecht ist der Vogel des Jahres. Und er liefert das Motto für die 19. Auflage des Sellnitzfestes am Sonnabend.

© picture alliance / dpa

Von Ines Mallek-Klein

Wie lebt eigentlich ein Grünspecht? Wer das erfahren will, sollte am Sonnabend, den 14. Juni, das Sellnitzfest besuchen. Dort wird es einen großen Baum geben, auf dem Kinder den Lebensraum des Vogels in luftiger Höhe erkunden können. Gut gesichert, versteht sich. Den Spechtbaum betreuen unsere Kollegen aus der Böhmischen Schweiz, sagt Hanspeter Mayr als Sprecher der Nationalparkverwaltung. Sie ist seit einigen Jahren Veranstalter des Sellnitzfestes. Ins Leben gerufen hat das Fest am Fuße des Liliensteins eigentlich der Förderverein Kulturlandschaft Sächsische Schweiz. Doch der zählte nur zehn Mitglieder. Allesamt Ehrenamtler, denen die Verköstigung und Betreuung von 1000 Besuchern auf Dauer nicht zuzumuten war. Die Idee, ein Fest speziell für Familien mit Kindern zu veranstalten, fanden die Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung aber so gut, dass man 2012 kurzfristig einsprang. Seither sitzt in jedem Jahr ein Gremium zusammen und berät über ein Thema. Die Tierwelt Afrikas hatte man schon. 2014 geht es nun wieder in heimische Gefilde zum Grünspecht. In den können sich die Kinder selbst verwandeln. Möglich machen das Bastelstände, an denen unter anderem Spechtmasken entstehen sollen.

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Beim Spechtdart geht es dagegen darum, den farbenfrohen Vogel auf seiner Nahrungssuche zu begleiten. Möglich machen das umgebaute Dartpfeile. Mehr aber möchte Hanspeter Mayr vorab nicht verraten. Die Kinder sollen sich ausprobieren. Auch im Spechtflug. Der wird nicht etwa an einem Seilzug simuliert. Sondern die Kinder müssen auf einer Slackline, die wenige Zentimeter über die Erde gespannt ist, ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Ausruhen können sich die Besucher später, zum Beispiel vom Puppentheater „Die goldene Gans“. Die Theatermanufaktur Dresden wird zu Gast sein und das Stück von 15.30 bis 16.30 Uhr zeigen. Bereits zwei Stunden früher werden die Sieger des diesjährigen Mal-, Zeichen- und Gedichtwettbewerbs gekürt. Auch der stand ganz im Zeichen des Grünspechtes. Es gab zahlreiche Einsendungen, vor allem Gedichte, sagt Hanspeter Mayr. Besonders aufgefallen ist eine herrliche Kindergeschichte über einen Specht, die mit einem wunderschönen Ölgemälde illustriert war. Die Sieger sind zum Sellnitzfest eingeladen. Dort wartet auf die Besucher auch ein Markt mit Kräutern und Seifen aus der Sächsischen Schweiz. Es gibt Töpferwaren und natürlich auch zu Essen und zu Trinken. Die Produkte stammen weitestgehend aus der Region und werden vom Biosfaire Regiomarkt aus Bad Schandau angeboten. Natürlich nutzt auch der Nationalpark die Gelegenheit, sich und seine Arbeit auf dem Sellnitzfest mit einem Stand zu präsentieren.

Für die Anreise empfiehlt Hanspeter Mayr die öffentlichen Verkehrsmittel. Wer mit der S-Bahn kommt, läuft ab Halbestadt rund 40 Minuten zur Sellnitz. Der Weg ist ausgeschildert. Busreisende erreichen das Fest mit der Linie 253 oder mit dem Nationalparkexpress Königstein-Bastei. Doch auch für Autofahrer sind die Veranstalter gerüstet. Autos können auf einer eigens gemähten Wiese unweit des Veranstaltungsortes abgestellt werden. Das Fest beginnt am Sonnabend um 12 Uhr.