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Hofewiese nimmt "Corona-Betrieb" auf

Holger Zastrow hat die beliebte Ausflugsgaststätte geöffnet. Allerdings darf niemand auf das Gelände. Es ist ein Test über Ostern.

Holger Zastrow mit Helloweeny. Ab sofort ist wieder Betrieb auf der Hofewiese.
Holger Zastrow mit Helloweeny. Ab sofort ist wieder Betrieb auf der Hofewiese. © Andreas Weller

Dresden. Am Samstagvormittag war bereits drei Mal die Polizei vor Ort und hat kontrolliert. Holger Zastrow hat die Hofewiese in der Heide eröffnet.

Allerdings werden Getränke nur an den beiden Eingangstoren verkauft, es gibt ein reduziertes Angebot. Wegen der Corona-Krise darf der Biergarten nicht geöffnet werden. Noch nicht, hofft Zastrow auf baldige Lockerung der Regeln.

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Es gibt Softeis aus der neuen Eismaschine, Kaffee, Brezeln, Bier, Radler, Fassbrause, Säfte und Wasser. Wer sich an der Hofewiese eine Erfrischung kaufen möchte, darf das. "Aber die Leute sollen weitergehen, auf das Gelände dürfen keine Gäste", stellt Zastrow klar.

Am Freitag hatte er das erste Mal in der Corona-Zeit zur Probe geöffnet. Es kamen einige Kunden, sagt Zastrow. Er hatte lange überlegt, ob er Straßenverkauf anbieten soll oder nicht. Viele andere Gastronomen machen das bereits seit einer Weile.

"Wir machen bis Ostermontag Probebetrieb", erklärt Zastrow. Die Eismaschine haben seine Frau Ariane und kru vor der Corona-Krise neu angeschafft. Nun kommt sie zum ersten Mal zum Einsatz.

Es werde täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein. Wenn es so läuft wie bisher, auf jeden Fall auch die kommenden Wochenenden. "Unter der Woche machen wir es vom Wetter abhängig", so Zastrow. "Und ich hoffe, dass bald Gäste auch rein dürfen." 

Zastrow fordert als FDP-Fraktionschef eine Lockerung der Corona-Regeln. Dafür wurde er von Parteifreund und Oberbürgermeister Dirk Hilbert kritisiert. Es könnten doch Gäste in seinen Biergarten kommen und er sorge für den nötigen Abstand zwischen ihnen.

"Wir bieten derzeit bewusst keine Bratwurst an, weil sich dann Schlangen bilden würden", erklärt Zastrow. "Aber wenn wir das Gelände öffnen dürften, könnten wir an den Tischen bedienen." 

Bis das erlaubt wird, setze er auf den Straßenverkauf. Mit Abstandsstrichen auf dem Boden, eindeutigen Pfeilen, wo sich Gäste anstellen sollen und in welche Richtung sie vom Tresen weggehen.

"Wir haben ein Eis-Tor und ein Getränke-Tor - dadurch entzerrt es sich noch etwas mehr", erklärt Zastrow. Allerdings müssen seine Kunden auch mit Wartezeiten rechnen, wenn es mal etwas voller werde.   

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