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Hoffen auf Mieter für Bauernschänke

Seit dem Frühjahr ist der Saal gesperrt. Nun will ihn der Mieter mit neuer Planung auf Vordermann bringen.

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© Frank Baldauf

Von Franz Herz

Reinholdshain. Die Bauernschänke Reinholdshain war seit den 1990er-Jahren ein Muss für alle Discogänger im Osterzgebirge. Doch auch hier haben Brandschutzprobleme den Betrieb gestoppt. Es gab eine Begehung mit einem Ergebnis, das erst einmal niederschmetternd war. Bernd Fiedler, der Eigentümer, zählt auf, was alles bemängelt wurde: Eine neue Notbeleuchtung war gefordert, ein automatischer Rauchabzug, ein zusätzlicher Rettungsweg. Die Liste der Anforderungen ging bis zu einer Sprinkleranlage.

Fiedler beauftragte ein Ingenieurbüro, ein Konzept auszuarbeiten, was diese Sanierung kosten würde. Viel hätte nicht gefehlt, und die Summe wäre sechsstellig geworden. Bernd Fiedler kam dann zu dem Schluss, dass er diese Investition nicht mehr umsetzt. „So viele Veranstaltungen führe ich gar nicht mehr durch, dass sich das lohnt“, sagt er.

Auch aus Altersgründen will Fiedler langsamer treten. Er ist 73 Jahre, will aber weiterhin seinen Essensservice und Catering von der Bauernschänke aus anbieten.

Nun ruhen die Hoffnungen für den Saal der Bauernschänke auf Mirko Schilde, der mit seiner Veranstaltungsagentur Kristall Planet Events seit sieben Jahren in Reinholdshain Discos veranstaltete und eine Veranstaltungsreihe unter dem Namen „Die Nachtapotheke“ etabliert hat. Er hat den Saal dafür gemietet. 

Er hat sich seinerseits um eine Brandschutzplanung gekümmert und hofft, damit etwas günstiger zu kommen als das Angebot, das Fiedler vorliegt. Er will dann mit dem Eigentümer einen Vertrag schließen. So könnte sich für ihn die Investition in die Bauernschänke doch lohnen, auch wenn die Nachtapotheke nicht mehr so häufig stattfindet wie früher die Discos in „Rein’hain“. Schilde ist mit seiner Planung schon weit fortgeschritten. Sein Ziel ist, dass er im nächsten Frühjahr wieder Veranstaltungen in der „BS Rein’hain“ anbieten kann, wie er die Bauernschänke kurz und knapp nennt. Darauf hoffen auch viele treue Gäste der Bauernschänke. Sie haben auf Facebook einen Unterstützeraufruf gestartet, dem sich bisher 150 Leute angeschlossen haben.