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Hoffnung für Weixdorfer Jugendzentrum

Der Jugendclub soll Ende Januar raus. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Weixdorf. Erst sollte Ende Dezember 2017 Schluss sein, jetzt läuft die Frist bis Ende Januar. Gibt es keine Vereinbarung zwischen der Stadt Dresden und dem Pächter des Hauses, dem Verein „Christliches Jugenddorfwerk Deutschland“ (CJD) dann muss der Weixdorfer Jugendclub raus aus dem Domizil an der Pastor-Roller-Straße. Jetzt kommen aus der Stadtverwaltung aber positive Signale. „Laut dem Jugendamt ist ein Verbleib über den 31. Januar hinaus sehr wahrscheinlich“, sagt Torsten Schäfer, stellvertretender Leiter des Vereins Jugendzentrum Weixdorf. „Ein Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber nach meinen Informationen sind nur noch einige Details zu klären. Im Februar oder März könnte das Papier dann unterschriftsreif sein. Bis dahin soll es eine Übergangsregelung geben.“ Nach Angaben von Torsten Schäfer ist noch offen, wer das moderne Gebäude übernimmt. Im Gespräch ist der Stadtjugendring, aber auch die Stadt selber könnte die Immobilie künftig betreiben. „Wer auch immer der Betreiber wird, wir sind froh über die Entwicklung. Auch wenn noch nichts unterschrieben ist, alles läuft in die richtige Richtung“, sagt der stellvertretende Vereinschef.

Wie beliebt der Jugendclub bei den jungen Leuten ist, zeigt die After-School-Party Mitte Januar. „Das Haus war voll. Es war eine sehr gute Veranstaltung. Sollte unser Club erhalten bleiben, dann wird es natürlich eine weitere Auflage geben“, sagt Torsten Schäfer.

Ende vergangenen Jahres hatte Dresdens OB Dirk Hilbert (FDP) dem Weixdorfer Jugendzentrum einen Besuch abgestattet. Er brachte die gute Nachricht mit, dass die Kündigungsfrist bis Ende Januar verlängert ist. Kurz zuvor hatte beim Verein ein Schreiben des CJD für Aufregung gesorgt. Darin wurden die Jugendlichen aufgefordert, bis Ende Dezember aus dem Club auszuziehen. Der CJD Sachsen hatte die Kündigung mit einer Entscheidung der Stadt vom 30. Juni dieses Jahres begründet. Damals legte die Stadt Dresden fest, die Jugendarbeit im Dresdner Norden umzugestalten. Der Verein „Christliches Jugenddorfwerk Deutschland“ (CJD) erhält seitdem für die Betreuung der jungen Leute kein Fördergeld mehr. Damit fehle dem CJD die Möglichkeit, das Gebäude weiter zu bewirtschaften, teilte der Verein mit.

Als Begründung für den finanziellen Stopp gab die Stadt an, dass die Zusammenarbeit des CJD mit dem zweiten Akteur in Sachen Jugendarbeit im Dresdner Norden, dem Stadtjugendring, nicht so ist, wie erhofft. „Tragfähige Kooperationsstrukturen zwischen CJD und Stadtjugendring konnten nicht entwickelt werden. Aus diesem Grund erhält das Angebot des CJD seit 1. Juli 2017 keine weitere Förderung“, teilt Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) schriftlich mit. Das Weixdorfer Jugendzentrum ist wohl eines der schönsten von ganz Dresden. Es handelt sich um einen Flachbau mit großen Fenstern und Holzverkleidung. Die jungen Leute finden hier beste Bedingungen vor.