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Hoher Besuch im Fotomuseum

Iris Gleicke, Ostbeauftragte der Bundesregierung, lädt in Görlitz zu einem Ausstellungsgespräch in der Südafrika-Sonderschau ein.

Von Ralph Schermann

Die Gesellschaft für das Museum der Fotografie lädt am Donnerstag, 18 Uhr, zu einem besonderen Ausstellungsgespräch ein. Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Iris Gleicke, will sich die dort seit dem 15. Mai laufende Sonderausstellung „60 Jahre Südafrika – Fotos von Jürgen Schadeberg“ ansehen und darüber mit Besuchern ins Gespräch kommen.

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Jürgen Schadeberg, Jahrgang 1931, ist ein südafrikanischer Fotograf und Filmemacher deutscher Herkunft. Bekannt wurde er durch seine Fotos, die das Leben der südafrikanischen Schwarzen im Johannesburg der 1950er Jahre zeigen. Seine Bilder mit Nelson Mandela gingen um die Welt, legendär ist das Motiv Mandelas mit erhobener Hand hinter den Gitterstäben seiner Gefängniszelle in Südafrika. Schadeberg, seit 2007 Träger des Bundesverdienstkreuzes, wurde erst vor wenigen Wochen vom International Center of Photography New York für sein Lebenswerk ausgezeichnet, das wichtigste daraus ist noch bis zum 30. Juni im Görlitzer Fotomuseum auf der Löbauer Straße 7 zu sehen.

Hier zu sehen ist in einer weiteren Sonderausstellung derzeit auch noch ein Kaiserpanorama. „Wir hoffen sehr, dass die Parlamentarische Staatssekretärin auch dieses Exponat bei ihrem Besuch bei uns in Augenschein nimmt“, sagt Hans Peil vom Fotoverein. Kaiserpanoramen wurden einst in Görlitz hergestellt und eroberten von hier aus Deutschland. Vor über hundert Jahren wurden diese überdimensionalen Guckkästen als „Volksbildungsmittel von außerordentlicher Bedeutung“ gelobt und so erklärt: „Ein Kaiserpanorama führt künstlerische Glas-Stereos vor, die alle Gegenstände und Sehenswürdigkeiten polychromiert und perspektivisch-plastisch, also in höchster Naturwahrheit zeigen.“ Die Görlitzer Sonderausstellung zeigt noch bis Juli einen originalgetreuen Nachbau. „Wir möchten Spender begeistern, uns zum Erwerb von originalen Teilen dafür zu unterstützen“, sagt Hans Peil. Vielleicht hilft auch dabei der Besuch aus Berlin?