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Hoher Preis für kraftraubendes Spiel

Es bleibt dabei: Rafael Nadal kann die Australian Open einfach nicht mehr gewinnen.

© Reuters

Von Ulrike Weinrich

Ab auf den Grill

Warme Sommernächte, schönes Wetter. Zeit zum Grillen! Doch worauf muss man achten und was schmeckt am besten auf dem Grill?

Die himmelblauen Hartplatz-Courts im Melbourne Park sind einfach nicht das Reich von Rafael Nadal. Und sie werden es wohl auch nicht mehr werden. Die Viertelfinal-Niederlage gegen Tomas Berdych reiht sich ein in ein Potpourri aus Pleiten, Pech und Pannen, die der Spanier bei den Australian Open schon erlebt hat.

2012 verlor Nadal das bislang längste Grand-Slam-Finale der Geschichte gegen Novak Djokovic nach 5:53 Stunden. Im vergangenen Jahr musste sich der Linkshänder, geplagt von Rückenschmerzen, erneut im Endspiel von Melbourne beugen – dieses Mal stand Stan Wawrinka auf der anderen Seite. Seine Leidenszeit hatte 2014 in einer mehrmonatigen Pause wegen einer Handgelenkblessur gegipfelt.

Nadal hat bei dem von ihm ganz persönlich ungeliebten Happy Slam 2015 vor allem erkennen müssen, dass er sich nicht mehr so schnell wie einst von Zwangspausen erholt. Die zunehmend jüngeren Konkurrenten entwickeln sich weiter, während Nadal immer öfter seinen lädierten Körper auf Vordermann bringen muss. „Rafa“ zahlt mittlerweile mehr denn je den Preis für seine kraftraubende Spielweise.

Auch US-Ikone John McEnroe prophezeite jüngst: „Auf Rafa wartet ein ganz schwieriges und richtungweisendes Jahr.“ Die Saison begann mit der Niederlage gegen den Stuttgarter Michael Berrer in Doha schon äußerst ernüchternd. Der letzte Einzelsieg bei einem offiziellen ATP-Turnier liegt über schon drei Monate zurück. Am Ende eines frustrierenden Tages in Melbourne schöpfte Nadal gestern dann doch noch ein wenig Mut für die kommenden Monate. „Ich bin hier immerhin ins Viertelfinale gekommen, ohne mein bestes Tennis gespielt zu haben“, stellte die frühere Nummer eins fest.

Abschreiben sollte man einen Kämpfer wie den Mann aus Manacor nicht. Erst wenn der ultimative Sandplatzkönig auch in seinem Pariser Reich am Bois de Boulogne zu straucheln beginnt, ist die Zeit für weitere Grand-Slam-Titel der Marke Nadal wohl endgültig vorbei. (sid)

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