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Sebnitz

Droht Eigenbetrieben der Städte Konkurs?

Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade befürchtet zusätzliche hohe Ausgaben für die Städte und Gemeinden. Die Folgen bekommen alle Bürger zu spüren.

Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD). "Dann wird es für die beiden Hohnsteiner GmbHs ganz schwierig."
Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD). "Dann wird es für die beiden Hohnsteiner GmbHs ganz schwierig." © Marko Förster

Die meisten touristischen Einrichtungen der Städte und Gemeinden werden als Eigenbetriebe geführt, auch Wohnungen zum Beispiel werden durch städtische Gesellschaften verwaltet. Beispiele gibt es viele. Vor allem auf dem touristischen Sektor dürften nun corona-bedingt die Einbußen riesig sein und die könnten sich nun auch auf die Städte selbst durchschlagen. 

Hohnstein Bürgermeister und SPD-Kreisrat Daniel Brade sieht das kritisch. "Die städtischen Gesellschaften und Eigenbetriebe bekommen keine Liquiditätskredite aus den Hilfsprogrammen des Freistaates oder des Bundes. Das ist eine zusätzliche Belastung gerade für die touristischen und kulturellen kommunalen Gesellschaften", sagt er. Und das heißt nichts anderes, als dass Verluste und Liquiditätsengpässe in den Gesellschaften durch die Kommunen getragen werden müssen - oder die Eigenbetriebe melden Insolvenz an.

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Er selbst ist auf der Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten für die Tourismus GmbH Hohnstein, die unter anderem die beiden Freibäder in Hohnstein und Rathewalde betreibt wie auch die Traditionsstätte Hohnsteiner Kasper. Davon betroffen ist auch die Betreibergesellschaft Burg Hohnstein, die ohnehin schon in letzter Sekunde gerettet werden musste. Für das Minus aus 2019 gab es einen Zuschuss aus der Stadtkasse. "Wenn die aktuelle Situation im Tourismus so verbleibt, dann wird es für die beiden Hohnsteiner GmbHs sehr schwierig", sagt er. Im Hohnsteiner Rathaus arbeitet man derzeit an den verschiedenen Szenarien.

Doch nicht nur Hohnstein ist davon betroffen, sondern auch alle anderen Kommunen. Sebnitz zum Beispiel unter anderem mit dem KräuterVital-Bad und dem Solivital, die Stadt Neustadt mit dem Mariba und der Neustadthalle. Die Liste könnte auch in anderen Städten fortgesetzt werden, da vor allem touristische Einrichtungen von Eigenbetrieben am Laufen gehalten werden.

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