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Hohnsteiner Wald soll mehr Geld abwerfen

Bei der Bewirtschaftung des kommunalen Waldes schreibt die Stadt derzeit noch rote Zahlen.

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Von Anja Weber

Der kommunale Waldbestand in der Großgemeinde Hohnstein sollte in diesem Jahr eigentlich Gewinn abwerfen. 7500 Euro waren an Ausgaben geplant und 10000Euro an Einnahmen. Doch das Ziel wurde weit verfehlt.

Die Waldbewirtschaftung kommt die Großgemeinde inzwischen teuer zu stehen. Denn die Ausgaben liegen mittlerweile bei 34000Euro und die Einnahmen nur bei 21000Euro. Die Stadt hat sich verkalkuliert. Die Gründe dafür sieht Rainer Michael von der Stadtverwaltung unter anderem darin, dass die Stadt nicht die Fördermittel in der geplanten Höhe erhalten hat. Zudem war der Borkenkäferbefall höher als gedacht. So war zum Beispiel in Cunnersdorf ein zweieinhalb Hektar großer Kahlschlag notwendig, der wieder aufgeforstet werden musste. Und um die jungen Bäume zu schützen, müssten auch noch Zäune gegen den Wildverbiss aufgestellt werden, sagt Rainer Michael.

Der Cunnersdorfer Stadtrat Bernhard Steinert wirft der Verwaltung indessen grobe Fehler vor. Der Holzeinschlag sie viel zu teuer gewesen, und man habe das Holz zu billig verkaufen müssen, weil die Stadt keine Verwendung mehr dafür hatte. Außerdem könne man auf Schutzzäune verzichten, wenn die Jagdpächter die Flächen richtig bewirtschaften würden. „Wir haben 75Hektar Wald, den wir bewirtschaften. Wir benötigen für den restlichen Wald ein Bewirtschaftungskonzept“, fordert Bernhard Steinert. Letztlich müsse die Stadt dahin kommen, dass der Wald einmal Geld bringt. Außerdem sollte daran gedacht werden, das Holz nicht nur selbst zu vermarkten, sondern auch einen Teil selbst zu verwerten, wie etwa in einer kommunal genutzten Heizungsanlage. Damit wäre die Stadt dann auch nicht mehr ausschließlich von den Holzpreisen abhängig. Die seien in letzter Zeit gefallen, bestätigt Rainer Michael. Deshalb konnte die Stadt auch nicht die erwarteten Erlöse erzielen. Auch dadurch habe man etwa 1000Euro eingebüßt.

Im Stadtrat gibt es aber noch mehr Ideen, wie das Holz aus dem kommunalen Wald genutzt werden kann. „Wir könnten zum Beispiel Brennholz an die Bürger verkaufen“, schlägt Stadtrat Reinhart Schulze (UWU) vor.