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Hohnsteiner wehren sich gegen Abschiebung

Hohnstein. Der vom Freistaat vorgelegte Entwurf des Landesentwicklungsplanes sorgte bei den Hohnsteiner Stadträten für Diskussion. Zwar sind die Burgstädter nicht direkt betroffen, da sie von jeher nicht...

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Hohnstein. Der vom Freistaat vorgelegte Entwurf des Landesentwicklungsplanes sorgte bei den Hohnsteiner Stadträten für Diskussion. Zwar sind die Burgstädter nicht direkt betroffen, da sie von jeher nicht als Mittelzentrum wie Neustadt und Sebnitz ausgewiesen sind, aber Auswirkungen hat der neue Plan dennoch. „Deshalb ist es wichtig, dass alle Städte und Gemeinden gemeinsam an einer Stellungnahme arbeiten, da wir auch alle betroffen sind“, steht für Hohnsteins Stadtoberhaupt Wolfram Lasch (CDU) fest. „Hohnstein ist als Kleinzentrum im Regionalentwicklungsplan ausgewiesen. Wir müssen jetzt darauf acht geben, dass der ländliche Raum in der Gesamtentwicklung nicht auf das Abstellgleis geschoben wird.“ Der Bürgermeister zeigt sich entschlossen, gegen solche Tendenzen anzugehen.

In erster Linie befürchtet die Verwaltung, dass es künftig keine neuen Verkehrswege mehr in der Region geben wird. Die Hohnsteiner müssten sich dann unter anderem auch von ihrem Wunsch nach einer Ortsumgehung trennen. In dem vorliegenden Entwurf wehren sie sich eindeutig dagegen. Vor allem die Anbindung an die Autobahn 17 sei aber ein Problem, denkt der Bürgermeister. Aus diesem Grund dringt die Verwaltung in ihrer Stellungnahme auf die Anbindung des ländlichen Raumes Neustadt, Sebnitz und Hohnstein zur S 177 und damit an die A 17 auf dem kürzesten Weg. Der führt über Doberzeit und Hinterjessen. Die Trasse allerdings müsste neu gebaut werden. Bei einigen Stadträten stieß das dann wiederum auf Gegenwehr. Reinhart Schulze aus Rathewalde beispielsweise hält diese Anbindung für Quatsch, nicht nur, weil sie ziemlich teuer wird. „Wer einmal in Doberzeit ist, ist schon fast an der Autobahn. Die Brücke kann man sich sparen“, sagte er. Eine schnelle Anbindung an die Autobahn ist wichtig, steht für Stadträtin Marlies Ehrt aus Cunnersdorf fest. Über das „Wie“ sollten sich die Stadträte aber noch einmal unterhalten. Und so wollen es die Hohnsteiner auch halten. (SZ/aw)