SZ +
Merken

Hokus Pokus – Von der Kunst des Tricksens

Kittlitz. Peter Schulz hat vor vier Jahren begonnen, sich das Zaubern selbst beizubringen. Jetzt tritt er er als „Zauber-Peter“ auch öffentlich auf.

Teilen
Folgen

Von Daniela Pfeiffer

Das erste Zauberutensil müsste ein Kartenspiel gewesen sein, versucht sich Peter Schulz zu erinnern. Später kamen Zauberstab, Tuch und Bälle dazu. „Die ersten Sachen habe ich aus Spaß und reiner Neugier gekauft. Zaubern hat mich schon immer begeistert, das Staunen in den Augen der Leute. Also habe ich beschlossen, es mal zu probieren“, sagt Peter Schulz, der sich inzwischen Zauber-Peter von Kittlitz nennt und seit etwa einem Jahr in kleinerem Rahmen auch öffentlich auftritt.

Bis dahin war es aber ein langer Weg. „Ich muss viel üben, mindestens jeden zweiten Abend eine Stunde“, sagt der 45-Jährige. Seine ersten Zuschauer und damit auch Kritiker sind stets Frau und Kinder. Die Tricks kauft er vielfach zum jeweiligen Zauberutensil dazu. „Es gibt da Lizenzen, die teilweise recht teuer sind“, erklärt er. Inzwischen hat sich der Chef eines Möbelhauses sogar schon eigene Tricks einfallen lassen. „Man braucht nur etwas Fantasie und Fingerspitzengefühl.“ Auch mit Zauberkollegen aus ganz Deutschland steht er im Kontakt – teils über Internet oder Seminare. Natürlich durfte er beim Görlitzer Zauberkongress vor zwei Jahren nicht fehlen. „Der Austausch mit Kollegen ist wichtig für mich. Ich bin zwar so weit, dass ich die Tricks kenne, aber an der Präsentation muss ich noch arbeiten.“

Kinder durchschauen leichter

Schließlich sitzt Schulz mit seinem Publikum meist an einem Tisch. „‚Live‘ vor den Augen meiner Opfer“, scherzt er. Das birgt natürlich immer die Gefahr, dass die Zuschauer doch etwas mitbekommen und der Effekt dahin ist. Vor allem bei Kindern hat Zauber-Peter die Erfahrung gemacht, dass sie Tricks leichter durchschauen. „Weil sie sich manchmal nicht so gut ablenken lassen und weil sie eben nicht immer dorthin schauen, wo sie sollen“, sagt Peter Schulz. „Ich zeige zum Beispiel einen Trick mit einer Streichholzschachtel, ein Kind greift danach und schon ist die Sache futsch.“

Doch hinter die meisten Tricks kommt keiner, es ist für Peter Schulz auch Ehrensache, sie niemandem zu verraten oder zu erklären. „Es würde doch keinen Spaß machen, wenn die Leute nach Hause gehen und die Illusion weg ist“, findet er.

Begeistertes Publikum jeden Alters findet der Hobbyzauberer überall, ob in Kindergärten, bei Schulanfangsfeiern, Jugendweihen, Geburtstagen oder in Firmen. Fünf bis sechs Auftritte sind es etwa pro Monat – zu sehr erschwinglichen Preisen, wie er sagt. „Es ist nunmal mein Hobby und das soll es auch bleiben. Ich will damit nicht reich werden. Trotzdem denke ich, dass mein Repertoire mittlerweile ausreicht, zumindest die Unkosten reinholen zu können.“

Zaubern bei Geschäftsessen

Für Freunde und Familie lässt er Bälle und Tücher natürlich gratis verschwinden oder zeigt ihnen kniffelige Kartentricks. „Ich habe eigentlich immer ein paar Utensilien einstecken, denn egal wo und zu welchem Anlass – die Bitte, etwas zu zeigen, kommt immer“, lacht Peter Schulz. Sogar Geschäfts-essen lockert der 45-Jährige mit Tricks auf. „Die Pause zwischen Bestellung und Essen ist immer ziemlich langweilig, also hole ich meine Karten raus.“

Vor Kurzem hat Peter Schulz einen Ausschnitt seines Könnens auf DVD veröffentlicht, die für fünf Euro zu haben ist. Je zwei Euro spendet er dem Kindergarten in Kittlitz. Kontakt: 0171/4108933 oder per Mail an: [email protected]