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Hollywood-Komödie mit Szenen aus der Region läuft endlich in Pirna

Für „The Grand Budapest Hotel“ wurde nicht nur in Görlitz, sondern auch in und um Pirna gedreht. Das ist kaum bekannt.

© Daniel Förster

Von Daniel Förster

Fast war nicht mehr daran zu glauben, nun also doch: Die Hollywood-Produktion „The Grand Budapest Hotel“ flimmert im Filmpalast Pirna über die Leinwand. Heute Abend zeigt die Kieft & Kieft Filmtheater Sachsen GmbH den Film das erste Mal in der Elbestadt. 20 Uhr steht die britisch-deutsche Filmkomödie im Kino auf der Gartenstraße im Programm. Zunächst ist der Streifen täglich bis zum 25. Juni zu sehen. „Er war bisher nur größeren Kinos vorbehalten“, sagt Theaterleiter Toni Züchner. „Wir sind froh, dass er jetzt bei uns läuft und hoffen, länger als eine Woche. Das hängt natürlich davon ab, wie stark er besucht wird.“

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„The Grand Budapest Hotel“ ist eine skurrile, quirlige Komödie um das abenteuerliche Schicksal eines Hotels und seines Personals im Jahr 1927. Es geht um Monsieur Gustave H., den legendären Concierge des Hotels, der sich mit dem Lobby-Boy Zéro Moustafa anfreundet. Zu erleben ist, wie Gustave versucht, aus einem Mord an einer seiner Stammkundinnen, den man ihm anhängt, herauszukommen. Zugleich muss er einen Kunstraub aufklären, und die Konkurrenz macht ihm zu schaffen.

Der US-amerikanische Filmproduzent, Drehbuchautor und Regisseur Wes Anderson (45) drehte für den inzwischen preisgekrönten Film nicht nur in Görlitz, sondern auch in der Sächsischen Schweiz, im Osterzgebirge und in Pirna. So spielt die finale Szene, in der Hoteldiener Zéro Moustafa seine geliebte Agatha heiratet, auf der Basteibrücke. Ein Zug mit Dampflok, der eine Brücke quert, wurde an der Talsperre Malter gedreht, und bei einem Blick aus dem Hotelfenster sieht man den Ostrauer Personenaufzug im Hintergrund. Mitte Februar 2013 war auch der Tennisplatz des Tennisclubs Pirna neben dem Aktiv-Sportzentrum an der Rottwerndorfer Straße Drehort. Völlig überraschend waren die Filmleute dort aufgetaucht, erinnert sich Vereinschefin Karin Petrich. „Für eine Sommerszene hatten sie eine Anlage mit grünen Bäumen gesucht. Und die hatten wir. In Görlitz gab es nur weiß, war alles eingeschneit.“ Ganz spontan hatte sie grünes Licht für den Blitz-Dreh gegeben.

„The Grand Budapest Hotel kam Anfang März in die deutschen Kinos. Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin wurde er mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Ihn jetzt im Pirnaer Kino zu schauen, lohnt sich auf jeden Fall, denn auf DVD soll der Streifen erst im Herbst herauskommen.