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Holperpiste in Jenkwitz verschwindet

Die Ortsdurchfahrt wird ab Frühjahr in drei Abschnitten gebaut. Im Blickpunkt sind dabei verschiedene Schwachstellen.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

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Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich? So gehören sie bald schon der Vergangenheit an.

Jenkwitz. Die Kurve, an der die Straße von Zieschütz auf die Ortsdurchfahrt Jenkwitz trifft, ist sehr unübersichtlich und dadurch gefährlich. Im Zuge des geplanten Ausbaus der Ortsdurchfahrt wird diese Schwachstelle beseitigt. René Dürlich vom Straßen- und Tiefbauamt des Landratsamtes Bautzen, der die Baumaßnahme betreut, ist froh, dass der betreffende Grundstückseigentümer einen Teil seiner Fläche abgegeben hat. Denn auf diese Weise kann die Stützmauer, die das Gelände einfasst, um reichlich zwei Meter nach hinten versetzt werden. Dadurch wird im Endeffekt die Straße an der Stelle breiter und übersichtlicher. Im Ort muss auch noch eine weitere Stützmauer erneuert und versetzt sowie eine dritte ganz neu gebaut werden. Der grundhafte Ausbau der Ortsdurchfahrt wird also eine anspruchsvolle Aufgabe.

Einwohnerversammlung geplant

René Dürlich sieht dem Baubeginn optimistisch entgegen, denn alle Vorbereitungsarbeiten seien abgeschlossen. Im zeitigen Frühjahr soll dann auch feststehen, welche Baufirma zum Zuge kommt. Dann wird es eine Einwohnerversammlung geben, um alle offenen Fragen der Jenkwitzer zu klären und um bekannt zu geben, wer ihr Ansprechpartner sein wird.

Mit dem Bau soll Ende März 2019 begonnen werden. Zunächst muss auf der Baschützer Hauptstraße auf 80 Meter Länge ein sogenannter Vorfluter, also ein Regenwasserkanal, verlegt werden. Er ist die Voraussetzung dafür, die Kanäle für Jenkwitz zu verlegen. Ansonsten bleibt aber Baschütz zunächst unberührt. Wahrscheinlich gleichzeitig wird auch damit begonnen, einen 100 Meter langen Abschnitt auf der Südseite der B 6 zu bauen, also die Rabitzer Straße bis zur Brücke.

Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Jenkwitz zwischen der Rabitzer Straße und der Einmündung in die Baschützer Hauptstraße wurde in drei Abschnitte aufgeteilt, denn gebaut werden kann jeweils nur unter Vollsperrung. Bis zum Herbst 2019 soll die Rabitzer Straße sowie der Straßenabschnitt unterhalb des Monarchenhügels bis zum Beginn der dichten Bebauung fertiggestellt sein. 2020 folgt dann die eigentliche Ortsdurchfahrt bis zu den Gewächshäusern einer ansässigen Gärtnerei. Der dritte Abschnitt ist dann das Stück bis zum Reiterhof Baschütz. Die gesamte Kreisstraße wird bis in 70 Zentimeter Tiefe aufgegraben und die Straßenschichten werden völlig neu aufgebaut. Zugleich werden die Regenwasserkanäle verlegt.

Straße bekommt einen Fußweg

Abschnittsweise wird auch der Energieversorger Enso Stromkabel in die Erde bringen. Abgesehen davon, dass mit dem Ausbau endlich die tausendmal geflickte Piste erneuert wird, dürfte für die Anwohner der größte Gewinn sein, dass auf der Westseite der Straße ein anderthalb Meter breiter Fußweg angelegt wird. In der Ortschaft wird er mit Betonsteinen gepflastert, unterhalb des Monarchenhügels wird ein zwei Meter breites spezielles Bankett angelegt. An dieser Stelle müssen auch Maßnahmen getroffen werden, um das von den Feldern ablaufende Wasser zu kanalisieren.

Der gesamte Ausbau der Ortsdurchfahrt, der sich bis 2021 hinzieht, kostet insgesamt rund 2,8 Millionen Euro, einschließlich aller Nebenkosten. 2,24 Millionen Euro werden gefördert. Allein die drei Stützmauern kosten fast 300 000 Euro. Die auszubauende Strecke ist rund 1 200 Meter lang. Der Kubschützer Bürgermeister Olaf Reichert (parteilos) ist sehr glücklich, dass mit der Maßnahme, die einen langen Planungsvorlauf hatte, nun endlich die Gefahrenstellen beseitigt werden.