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Holperpiste soll endlich verschwinden

Die Straße des Friedens soll schon seit zwei Jahren ausgebaut werden. Bisher kam immer wieder etwas dazwischen.

Von Jens Fritzsche

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Da geht es Radebergs Stadtoberhaupt mit der üblen Holperpiste auf der Straße des Friedens offenbar wie den zahllosen Autofahrern: er hat die Nase voll. Und zwar gehörig. Das zumindest machte Radebergs OB Gerhard Lemm (SPD) jetzt auch während seiner Rede beim Neujahrsempfang der Stadt am Sonntagmittag mehr als deutlich. Seit zwei Jahren plant Radeberg ja bekanntlich die dringend notwendige Sanierung der Straße, die Planungen sind fertig, auch das Geld ist da – nur hatte das Rathaus immer wieder Rücksicht auf andere Straßenbaumaßnahmen genommen und den Bau der Straße des Friedens verschoben. Vor zwei Jahren baute die Deutsche Bahn an der Dresdner Straße eine neue Eisenbahnbrücke – wofür die Dresdner Straße fast neun Monate lang voll gesperrt werden musste. Um nun nicht auch noch die angrenzende Straße des Friedens dichtzumachen, verschob man die Sanierung auf 2014. Dann aber hieß es aus dem Landesamt für Straßenbau in Dresden – das für die Dresdner Straße zuständig ist –, dass hier erneut die Bagger anrollen sollen. Denn zwischen neuer Eisenbahnbrücke und Einmündung Straße des Friedens solle die Dresdner Straße komplett erneuert werden. Warum man das nicht gleich im Rahmen der Vollsperrung zum Brückenbau mit erledigt hat, bleibt nach wie vor ein großes Rätsel. Aus dem Landesamt hieß es dazu nur, man habe die Straße als Zufahrt für die Brückenarbeiten benötigt.

Weil nun also das Landesamt die Dresdner Straße im vergangenen Jahr erneut sperren und ausbauen wollte, legte Radeberg seine Pläne für die Sanierung der Straße des Friedens erneut auf Eis. Im Rathaus wartete man auf die konkreten Bautermine aus Dresden, damit nicht beide Straßen gleichzeitig gesperrt werden. Aber die Termine aus Dresden kamen und kamen nicht… Stattdessen kam irgendwann – und nicht wirklich überraschend – der Herbst, und damit die Zeit, in der die Stadt den Straßenbau mit Blick auf einen möglichen Wintereinbruch nicht mehr starten wollte.

Also nun in diesem Jahr? „Ja, in diesem Jahr wird die Straße des Friedens gebaut“, machte OB Lemm in seiner Rede deutlich. Und schob energisch nach: „Ohne Rücksicht, wer da noch bauen will – wir ziehen das jetzt durch!“

Die Autofahrer dürfte diese Aussage freuen. Und wohl auch den Radeberger Kämmerer. Denn mit jedem Jahr, die der Bau verschoben wird, dürfte die Baumaßnahme wohl auch teurer werden, angesichts stetig steigender Baupreise…

Wann das Landesamt für Straßenbau nun tatsächlich an der Dresdner Straße anrücken wird, ist derzeit noch offen. Solange der Freistaat Sachsen noch keinen beschlossenen Haushalt hat, können die Ministerien auch noch keine Gelder vergeben. Damit hakt es auch bei den Mittelzuweisungen an die Straßenbauämter – wobei, so hatte die zuständige Sprecherin Isabell Siebert jüngst auf SZ-Nachfrage erklärt, die Planungen für anstehende Straßenbauarbeiten zumindest soweit weitergehen, dass es dann recht schnell losgehen könnte, wenn die Mittel freigegeben werden. Aber aktuell, so die Sprecherin, sei eben kein Bautermin zu nennen.

Wobei sich in diesem Zusammenhang hartnäckig ein Gerücht in Radeberg hält, während der Bauphase müsste die Dresdner Straße erneut voll gesperrt werden – und das für gut fünf Monate. Ob daran etwas ist, auch das muss sich zeigen…

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