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Holtendorfer schreibt offenen Brief an Bürgermeister Knack

Die Brückensperrungen in Markersdorf sorgen weiter für Ärger. Ein Anwohner will Lösungen sehen.

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Von Jenny Thümmler

Die für Autos gesperrte Raiffeisenbrücke in Holtendorf sorgt Wochen nach ihrer Sperrung weiter für Ärger bei den Anwohnern. Günter Domel ist einer von ihnen und meldet sich jetzt mit einem offenen Brief an Bürgermeister Thomas Knack zu Wort. „Arrogant und selbstherrlich“ habe Knack reagiert, nicht rechtzeitig mit den Anwohnern gesprochen, die Brücke Mitte Mai ohne Mitteilung gesperrt und bis zur Ortschaftsratssitzung Anfang Juli keine baufachliche Begründung vorliegen gehabt. „Seit reichlich einem Jahr betreiben Sie ohne ausreichenden Grund die Verschlechterung der verkehrstechnischen Anbindung der betroffenen Bürger der Girbigsdorfer Straße an den Ort Holtendorf und die Nachbarorte“, schreibt Günter Domel. Deshalb bittet er den Bürgermeister öffentlich, die rechtlichen Folgen der „Willkürmaßnahme“ zu prüfen und „die Untätigkeit zur weiteren Nutzung der Brücke einzustellen“. Am liebsten wäre es dem Anwohner, wenn schnellstmöglich eine Notreparatur der Hochwasserschäden an der Brücke vorgenommen würde, damit die Straßensperrung aufgehoben werden kann.

An einer weiteren Forderung Domels nach der Ausschilderung einer Umleitung für Rettungskräfte arbeitet Bürgermeister Knack nach eigener Aussage bereits. Demnächst soll ein Wegeplan in Holtendorf aufgestellt werden.

Für zusätzlichen Zunder sorgt der Eingriff der Gemeinde bei der Notsicherung der Schmidt-Mühle in Markersdorf. Dort hatte die Verwaltung Geld vorgestreckt, damit die Sicherung schnell vonstatten geht und die Anwohner hinter der Mühle ihre einzige Zufahrt schnell wieder benutzen können. Dort wäre die Brücke nicht nur für Fahrzeuge, sondern wegen der Einsturzgefahr der Mühle komplett gesperrt und eine Behelfsbrücke am Wehr errichtet worden. Einige Bürger verstehen nicht, warum die Gemeinde die Kosten für die Privateigentümer der Mühle übernommen hat. Markersdorf versucht nun, das Geld aus einem Förderprogramm für Industriebrachensanierung zurückzubekommen. Den Antrag dafür erstellt das Görlitzer Ingenieurbüro Richter und Kaup derzeit. Thomas Knack hofft, bis Ende August in den Gesprächen mit dem Fördermittelgeber entscheidend weiter zu sein.