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Holz bringt Löbau weniger Geld

Die Erlöse gingen zurück, obwohl mehr Bäume gefällt wurden. Das hat einen einfachen Grund.

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Löbau. Die Stadt Löbau hat im Jahr 2015 rund 517 000 Euro aus dem Verkauf von Holz eingenommen. Das bestätigt Sprecherin Eva Mentele auf Nachfrage. Im Vergleich zum Jahr davor sind die Erlöse damit zurückgegangen: 2014 lagen sie bei rund 604 000 Euro – obwohl damals weniger Holz geschlagen wurde. Vor zwei Jahren waren dies nämlich 7 100 Festmeter, 2015 waren es 8 350 Festmeter. Das hängt mit den schwankenden Holzpreisen zusammen. Sie sind 2015 bundesweit deutlich gefallen. Die Erlöse liegen damit dennoch im Bereich der erwarteten Einnahmen: Im städtischen Haushalt hat der Kämmerer stets mit gut einer halben Million gerechnet, die der Stadtwald pro Jahr einbringt.

Voriges Jahr wurden dabei vor allem Nadelhölzer gefällt, teilt Frau Mentele weiter mit. Sie machen 64 Prozent der geschlagenen Bäume aus. Darunter sind Fichte, Kiefer und Lärche. Rund 36 Prozent entfallen entsprechend auf Laubhölzer wie Eiche, Buche, Birke, Ahorn, Esche, Pappel.

Die Vermarktung des Holzes aus dem Stadtwald Löbau wird über die Forstbetriebsgemeinschaft Oberlausitz in Cunewalde organisiert. Der Großteil des Holzes wird als Sägeholz und Sägeholzabschnitte an regionale und überregionale Sägewerke verkauft, informiert die Stadtsprecherin. Darüber hinaus wird Holz mit geringerer Qualität als Industrie- und Palettenholz an die weiterverarbeitende Industrie vermarktet. Ein kleiner Anteil des Holzes wird zusätzlich als Brennholz veräußert.

Das Geld aus dem Holzverkauf dient für weitere Forstarbeiten wie Holzeinschlag, Wegebau oder pflanzen neuer Bäume – und es fließt in den Haushalt. Das Rathaus verweist darauf, dass stets nur so viel Holz geerntet wird, wie im gleichen Zeitraum nachwächst. Welche Bäume an welchen Standorten gefällt werden, bestimmt ein zehnjähriger Plan, zu dessen Aufstellung die Stadt verpflichtet ist. (SZ/gw)