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Holzpfähle gegen die Wellen

Wind und Wasser haben das Ufer des Bautzener Stausees beschädigt. Nun wird es gesichert. Auch an der Promenade wird gebaut.

Von Nicole Preuß

Sanft schlagen die Wellen gegen Strand und Liegewiesen an der Strandpromenade. Durch die Bäume pfeift ein kalter Wind. Kein gemütlicher Ort zum Aufhalten. Und doch arbeiten Bauleute bereits seit zwei Wochen hier an der Talsperre. Ihr Auftrag: Sie sollen das Ufer des Stausees sichern. Wind und Wasser haben der Befestigung zugesetzt. Auch das Hochwasser hat die Schutzanlagen beschädigt. Nun werden sie das Ufer an der Strandpromenade zum zweiten Mal instand setzen. 2011 geschah das schon einmal. „Zudem werden die Uferabbrüche am Ostufer beseitigt“, sagt Carina Frenzel von der Landestalsperrenverwaltung. Die Behörde hat die Arbeiten in Auftrag gegeben.

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Dafür haben die Bauarbeiter Zeit bis zum kommenden Frühjahr. „Auch unter winterlichen Bedingungen sind Arbeiten möglich“, sagt Carina Frenzel und schränkt dann ein, „solange nicht extreme Schneefälle und Temperaturen unter minus zehn Grad die Arbeiten behindern.“

350 Meter des Ufers müssen gesichert werden. Zunächst werden die Fachleute die Uferabbrüche, die bereits aufgetreten sind, begradigen und beseitigen. Dann verstärken sie das Ufer, zum Beispiel durch sogenannte Buhnen. Die Holzpfähle werden in Reihen senkrecht zur Uferlinie aufgestellt.

Außerdem werden die Bereiche, wo das Ufer bereits abgebrochen ist, besonders verstärkt. So werden beispielsweise Steine aufgeschüttet. Auch Steinbrocken, die in eine Art Schlauch gelegt werden, können das Ufer zustzöich verstärken. Daneben sind Flechtzäune möglich. Diese besonderen Zäune bestehen aus Holzbohlen, die in Abständen in die Erde gerammt werden, und geflochtenen dünnen Zweigen, die die Bohlen miteinander verbinden. 160 000 Euro soll die Sicherung des Ufers kosten.

Toiletten an der Strandpromenade

Parallel dazu beginnen weitere Bauarbeiten an der Talsperre. So sollen die Anlieger an der Strandpromenade endlich einen Anschluss ans Trink- und Abwasser bekommen. Viele Jahre haben sie darauf gewartet. Immer wieder wurde das Projekt verschoben. Nun soll es wirklich beginnen. 170 000 Euro wird die Baumaßnahme kosten. Montag war der erste Spatenstich.