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Holzzaun gegen Steinewerfer

Seit einigen Tagen steht ein hoher Zaun auf der Bahnbrücke in Bad Muskau. Ob er auf Dauer bleibt, ist aber unklar.

Von Alexander Buchmann

Viele Autofahrer sind in den letzten Wochen wahrscheinlich mit einem unguten Gefühl unter der ehemaligen Eisenbahnbrücke in Bad Muskau hindurchgefahren. Denn die Unbekannten, die in den ersten Tagen des Jahres zweimal Gegenstände von der Brücke geworfen haben, konnten noch nicht gefasst werden. Durch die polnischen Behörden, die für die Sanierung der Brücke und deren Umbau zu einem Radweg verantwortlich sind, wurde nun ein etwa zwei Meter hoher Holzzaun aufgestellt. Der soll einen dritten Vorfall verhindern.

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Bad Muskaus Bürgermeister Andreas Bänder lobte die schnelle Reaktion von der polnischen Seite in der Sitzung des Stadtrates am Mittwoch. Zu seinem bereits kurz nach den Vorfällen gemachten Vorschlag, in dem Bereich über der Bundesstraße 115 und dem Oder-Neiße-Radweg eine Beleuchtungsanlage installieren zu lassen, gebe es allerdings noch keine Neuigkeiten, so Bänder weiter. Mit seinem polnischen Amtskollegen Piotr Kuliniak werde es dazu aber noch einmal Gespräche geben, teilte der Bürgermeister mit. Von polnischer Seite ist bisher eine Beleuchtung mit Solarlampen geplant. Dass diese noch funktionieren, wenn drei Tage lang keine Sonne geschienen habe, bezweifelte Andreas Bänder allerdings.

Ob der nun an beiden Seiten der Brücke angebrachte Zaun nur ein Provisorium für die Zeit der Bauarbeiten ist oder auf Dauer an der Brücke befestigt bleiben soll, weiß man in der Stadtverwaltung von Bad Muskau allerdings nicht. „Aufgrund der sehr massiven Bauweise gehe ich persönlich von einer ,Dauerlösung‘ aus“, teilte Bad Muskaus Hauptamtsleiter Dirk Eidtner auf Nachfrage der SZ mit. Wann die Bauarbeiten auf der deutschen Seite wieder aufgenommen werden, steht derzeit auch noch nicht endgültig fest. „Je nachdem wie sich die Witterung entwickelt, soll eigentlich in den ersten beiden Februarwochen begonnen werden“, so Eidtner weiter. Da die Baumaßnahme bis zum 31. März abgeschlossen sein soll, werde man aber bei der zuständigen Baufirma Druck machen, erklärte hierzu Andreas Bänder.

Am 3. Januar hatten Unbekannte einen 50 Zentimeter langen und 15 Zentimeter breiter Holzbalken von der Brücke geworfen. Drei Tage später wurde ein Fahrzeug an gleicher Stelle von einem faustgroßen Stein getroffen. In beiden Fällen blieben die Insassen nur durch Glück unverletzt.

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