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Hopfenfestspiele

Biermeile. Auf derHauptstraße war amWochenende teilweise kein Durchkommen.

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Von Siiri Klose

Am Sonnabend sah noch nichts danach aus, am Sonntag wurde es langsam, am Montag war es endlich da: Pfingstwetter, lang vermisster Sonnenschein und Biergartentemperaturen. Kein Wunder, dass die Hauptstraße nach dem Terrassenufer und der Wilsdruffer Straße einen souveränen dritten Platz der menschenverstopftesten Orte Dresdens am Wochenende einnahm. Schließlich gab das Bier dort nicht nur literweise, sondern auch in einer Sortenvielfalt, die sonst nur Weinfeste bereit halten. 80 verschiedene Brauereien stellten ihre hopfen-basierten Kaltgetränke vor, lockten mit Kirsch- und Bananen-Variationen, präsentierten goldene Gelbschattierungen und Dunkelmalzhaltiges, ließen Schaumkronengüte und Geschmacksintensitäten überprüfen.

Irland, Tschechien und Deutschland, die traditionellen Länder mit erhöhtem Bierverbrauch, stellten auch die meisten Sorten auf der Hauptstraße. Christel und Klaus Hartweger aus Wiesbaden sind begeistert von der Idee: „Wir sind nach der Dixieland-Parade noch in Feierstimmung, das hier passt hervorragend“, sagt Frau Hartweger. Eher zufällig hat das Ehepaar den Weg in die Innere Neustadt gefunden, jetzt probieren sie ein belgisches Kirschbier und sind froh, sitzen zu können: „Wir sind schon den ganzen Tag auf den Beinen.“ Von der Bühne klingt Irish Folk herüber.

Hartmut Wiesner aus Dresden hat sich schon durch Primator, Zlatopramen und Louny-Bier getestet: „Ich mache gern Urlaub in Böhmen, und das Bier dort schmeckt mir sowieso“, sagt er. Das Hauptstraßen-Fest ist für ihn eine Art Kurzurlaub. Seine Frau hat er allerdings im Gedränge verloren. „In solchen Fällen treffen wir uns alle halbe Stunde an der Kirche“, erzählt er. Das Konzept hat sich schon auf der Dixie-Meile Prager Straße bewährt.