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Horka legt sich einen neuen Traktor zu

Nach fast 20 Jahren kann das alte Fahrzeug nicht mehr. Das reißt ein Loch in die Kasse.

Von Katja Schlenker

Damit der Bauhof wieder all seinen Aufgaben nachgehen kann, kauft sich Horka einen neuen Traktor. Das alte Modell, ein Hakotrac 4 100 D, ist vor fast zwanzig Jahren das erste Mal zugelassen worden. Mittlerweile ist das Fahrzeug dermaßen verschlissen, dass sich Reparaturen aus finanzieller Sicht nicht mehr für die Gemeinde lohnen. Ein neuer Traktor muss her. Vor allem weil die kalte Jahreszeit vor der Tür steht und das Fahrzeug zum Winterdienst eingesetzt werden soll. Fuß- und Radwege oder Bushaltestellen müssen freigeräumt werden.

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Bevor die Gemeinde sich für einen Traktor entscheidet, hat Bürgermeister Christian Nitschke (CDU) gemeinsam mit dem Bauhofleiter und einem Gemeinderat mehrere Fahrzeuge ausprobiert. Zwei Angebote aus dem Landkreis Bautzen sind in Horka eingereicht worden – für einen Branson 5 020 CX und einen Deutz-Fahr Agrokid 230 DT. Nach dem Test tendiert die Gemeinde eher zum Deutz-Modell, obwohl das etwas teurer ist als das andere Fahrzeug. Mehrere Gründe sprechen dafür: Das Deutz-Modell weist eine solidere und robustere Bauart auf. Viel wichtiger für die Gemeinde ist das Thema Wartung. Denn eine Werkstatt in der Nähe könnte derlei Arbeiten garantieren. Ebenso ist es gesichert, dass Ersatzteile auch langfristig besorgt werden können.

Gerade dies scheint bei dem Modell der Firma Branson nicht gegeben. Es stammt von einem koreanischen Hersteller. „Erfahrungen mit fremden Herstellern zeigen, dass zum Teil bereits nach drei Jahren spezielle Ersatzteile nicht mehr lieferbar sind“, erklärt der Bürgermeister. Auch eine Fachwerkstatt in der Nähe fehlt, die auf Branson-Modelle spezialisiert ist.

Weil der Neukauf eines Ersatztraktors nicht im Haushalt vorgesehen ist, müssen andere Maßnahmen nun hintanstehen. Eine Brandschutzmauer an der Rothenburger Straße 23 kann dadurch vorerst nicht gebaut werden, auch Geld für neue Bauhoftechnik wird fehlen. Das bereitet einigen Gemeinderäten Bauchschmerzen. Doch Kämmerer Jens Liewald sieht keine Alternativen, sagt Christian Nitschke. In diesem Jahr sind keine weiteren Einkäufe geplant, 2014 soll notwendige Technik früh im Jahr erworben werden, um die investive Schlüsselzuweisung zu nutzen.

Auch wenn die Gemeinde in den nächsten zehn Jahren das rund 28 500 Euro teure Deutz-Modell abzahlen muss, entschied sich der Gemeinderat einstimmig für den neuen Traktor. Der alte bringt der Gemeinde vielleicht noch ein paar Euro ein. Er soll verkauft werden, wenn sich ein Liebhaber für den Hakotrac 4 100 D findet.