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Hortbau in Reichenberg wird teurer

Für die Außenanlagen und eine wichtige Inneneinrichtung wird mehr Geld gebraucht. Woher das die Gemeinde nehmen will, wurde im Rat beschlossen.

Der Innenausbau am Hort für Reichenberg geht zügig voran. Hier wird die Fußbodenheizung von Ulrich Müller installiert.
Der Innenausbau am Hort für Reichenberg geht zügig voran. Hier wird die Fußbodenheizung von Ulrich Müller installiert. © Arvid Müller

Moritzburg. Es sind die letzten Aufgaben, die beim Hortbau in Reichenberg erledigt werden müssen. Die Außenanlagen und eine besondere mobile Trennwand im Inneren sollen noch hergerichtet und eingebaut werden. Im Bauamt wurde gerechnet und bei der Vergabe und den Antworten darauf hat sich herausgestellt, dass etwa 100.000 Euro mehr gebraucht werden.

Diese Woche war das Thema im Gemeinderat, der am Montag im Lindengarten beisammen saß. Die Gemeindeverwaltung hat vorgeschlagen, das notwendige Geld aus insgesamt elf Posten zusammenzutragen.

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Die Summen werden aktuell nicht gebraucht oder können später im Haushalt eingeplant werden. Größere Anteile daran sind beispielsweise das Anschaffen von weiteren Metallschränken als Brandschutzauflage für die Grundschule Moritzburg (11.000 Euro). Dort mussten Holzschränke ausgesondert werden. 

Die jetzt noch zu tauschenden Schränke seien nur wenige und auch an kaum gefährlichen Stellen stehend, so die Verwaltung. Sie könnten nächstes Jahr erneuert werden.

Geld soll auch von Planungen für die Kurfürst-Moritz-Schule in Boxdorf kommen, 36.000 Euro. Rund 20.000 Euro werden von der Weiterentwicklung des Bauhofkonzeptes abgezweigt, heißt es in der Beschlussvorlage für die Räte. Auch die Weihnachtsbeleuchtung wird mit 5.500 Euro für den Hort herhalten müssen. Diese und weitere Gelder unterlagen bisher einer Haushaltsperre.

Im Juni war Richtfest für das Hortgebäude. Bürgermeister Jörg Hänisch versuchte sich im Nageleinschlagen.
Im Juni war Richtfest für das Hortgebäude. Bürgermeister Jörg Hänisch versuchte sich im Nageleinschlagen. © Arvid Müller

Nachdem diese Umverteilung zugunsten des Hortweiterbaus einstimmig beschlossen worden war, stimmten die Räte auch der Vergabe weiterer Bauaufträge zu. Die Außenanlagen soll die Firma GLF Garten- und Landschaftsbau Dresden GmbH zu deren Angebot von reichlich 67.000 Euro herrichten. Hier waren ursprünglich 80.000 Euro eingeplant worden. Zu den Außenanlagen gehören die Wiese, Bäume, Zäune und eine Parkfläche für Autos, die aber nicht so aufwendig befestigt wird, wie ursprünglich geplant.

Die Trennwand im Inneren des Horts wird die Firma Abopart GmbH aus Niedersachsen installieren. Statt geplanter 15.000 Euro werden dafür fast 20.000 Euro nötig. Die Trennwand werde vor allem deshalb teurer, weil die Konstruktion wegen des vorgeschriebenen Spitzdaches für den Hort umgeplant werden musste - ursprünglich sollte das Gebäude mit einem Flachdach versehen werden.

Wird die mobile Trennwand herausgenommen, ergibt sich ein multifunktionaler Raum für größere Veranstaltungen des Hortes, aber auch der Grundschule - eine Aula gibt es dort bisher nicht. „Gedacht ist der neue Raum aber auch für eine Nutzung durch die Reichenberger Dorfgemeinschaft und für Sitzungen des Ortschaftsrates.“ Deshalb wurde extra ein zweiter Hauptzugang aus Richtung Volkersdorfer Straße eingeplant, der unabhängig vom übrigen Hortgelände ist.

Mit dem Architekturbüro Reiter, das bereits die Sanierung und Erweiterung der gegenüberliegenden Grundschule geplant und begleitet hat, konnte in einem längeren Prozess die optimale Variante eines Erweiterungsbaues gefunden werden. 

Für die Hort- und Schulkinder steht nach der Fertigstellung des Gebäudes ein neuer, großzügig gestalteter Speiseraum für etwa 50 Personen mit einer modernen Ausgabeküche und neuen Sanitärräumen zur Verfügung. 

Hinzu kommt ein angrenzender Bewegungsraum für die kleineren Kinder, der auch von anderen Sportgruppen für Gymnastik oder Yoga genutzt werden kann.

Dank des Grundstückskaufs von der Agrargenossenschaft Radeburg stehen ausreichend neue Flächen für Spiel und Sport der Hortkinder zur Verfügung. Ein Großteil der Baukosten in Höhe von insgesamt inzwischen fast 1,4 Mio. Euro werden aus Haushaltsmitteln der Gemeinde finanziert. Aus dem Brücken-Programm verwendet Moritzburg 385.000 Euro Fördermittel.

www.moritzburg.de

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