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Hotel-Gaststätte ist jetzt eine Schnitzel- und Steakmeisterei

Paniert, gefüllt, überbacken oder als Burger: Der Küchenchef von Keils Gut gilt als Spezialist für Schnitzel. Jetzt reagiert er.

Von Annett Heyse

Es gibt Gerichte, die haben sich so bewährt, dass sie aus der Speisekarte selbst von Restaurants einfach nicht wegzudenken sind. Schnitzel beispielsweise. Ein flaches Stück Schweinefleisch, paniert und kurz gebraten – ist einfach, kommt aber immer an. Das war auch Hans- Joachim Wieczorek klar, als er 2007 die Küche des Wilsdruffer Landhotels Keils Gut übernahm.

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Damit das Schnitzel etwas raffinierter wirkt, tüftelte Koch Wieczorek einige Varianten und neue Kreationen aus. Nicht nur welche mit einfacher Käse-Schinken-Füllung kamen auf die Teller. Der Küchenchef experimentierte mit Gemüse- und Wurstfüllungen. Und er präsentierte seinen Gästen überbackene Schnitzel, die spanisch, italienisch, griechisch, asiatisch oder tropisch-fruchtig schmecken. Sogar einen Schnitzelburger kann man bestellen. Wieczorek: „Burger klingt ja ein bisschen nach Fast Food. Ich hätte daher nie gedacht, dass die Gäste so etwas in einem guten Restaurant bestellen würden.“ Doch auch der Burger ist erstaunlich beliebt. Inzwischen hat sich der Schnitzel-Spezialist herumgesprochen. „Immer mehr Gäste kommen zum Schnitzelessen von weit her zu uns“, berichtet Hans- Joachim Wieczorek.

Nun hat er seine Lokalität umfirmiert. Ab sofort ist das Hotelrestaurant eine Steak- und Schnitzelmeisterei. „Wir machen jetzt nur noch das, was die Leute gerne essen wollen“, witzelt der Koch. Natürlich gebe es weiterhin Fischgerichte und Salate. Auch soll die Karte mehrmals im Jahr wechseln und dabei typische Saisonangebote enthalten. „Selbstverständlich werden wir jetzt wieder Spargel anbieten, dann Matjes, im Herbst Wild sowie in der Weihnachtszeit die Martinsgans“, zählt der 54-Jährige auf. Der Schwerpunkt jedoch liegt eindeutig bei Schnitzel und Steak. Auf Anfrage kann er auch vegetarische Portionen auf die Teller zaubern.

Hans-Joachim Wieczorek übernahm nach der Gaststätte 2008 auch die Leitung des Hotels. Das Haus hat 54 Betten in 26 Zimmern. Gelernt hat er Koch und ist viel als Küchenmeister herum gekommen. In Schwaben und Baden habe er lange gearbeitet, erzählt der Schnitzel-Meister. Sein Landhotel, heute eine beliebte Adresse vor allem bei Geschäftsreisenden, war übrigens die Keimzelle der Stadt: Keils Gut war einer der ersten großen Höfe, möglicherweise gar ein Kloster. Deshalb steht auf der Speisekarte auch ein Mönchsschnitzel.