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Hotel wurde beschlagnahmt

Die Stadt braucht dringend Unterkünfte für Asylbewerber. Eine schnelle Lösung ohne langes Verfahren musste her.

Das Hotel in der Leipziger Straße 169 ist keines mehr. Statt Feriengästen leben seit Herbst 2013 Asylbeweber darin. „Hier ist Platz für bis zu 60 Personen“, sagte Frank Bauer vom Sozialamt der Stadt in der jüngsten Pieschener Ortsbeiratssitzung. Zudem erklärt er, wie es zu der schnellen Übernahme des Gebäudes kam. Schließlich wurde das Haus von der Stadt beschlagnahmt. „Wir brauchten aufgrund der wachsenden Anzahl ganz dringend Unterkünfte für Asylbewerber“, so Bauer. Um ein langwieriges Genehmigungsverfahren zu umgehen, wendete die Stadt das Sächsische Polizeigesetz an. Das ermöglichte, die voll möblierten Doppelzimmer und Ferienwohnungen als Wohnheim für besondere Bedarfsgruppen, wie es im Amtsdeutsch heißt, zu nutzen.

Die Beschlagnahmung geschah jedoch nicht willkürlich. Zuvor hatte der Inhaber das Gebäude der Stadt angeboten. „Seit 1. Januar gilt ein ordentlicher Mietvertrag“, sagte Bauer. Nun soll der Standort langfristig als Unterkunft für Asylsuchende genutzt werden. Die Pieschener Ortsbeiräte stimmten mit nur einer Gegenstimme dem Antrag zu. (kah)

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