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Hotel-Zentrale zieht nach Rochlitz

Die nach eigenen Angaben größte Freizeithotel-Kette Ostdeutschlands wird künftig ihren Hauptsitz in der Muldestadt haben.

Von Jan Leißner

Im Vergleich zu den dazu gehörigen Hotels wirkt der Zugang zur Zentrale der Travdo Hotels & Resorts GmbH unscheinbar. Doch die Tage des Büro-Anbaus hinter dem Rossauer Center-Hotel sind gezählt: Bis Jahresende wird Geschäftsführer Nando Sonnenschmidt mit seinem Führungsstab in ein früheres Verwaltungsgebäude in Rochlitz an der Bahnhofstraße einziehen.

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Jüngster Neuzugang der Travdo-Gruppe: Das Wasserschloß in Fürstlich Drehna.
Jüngster Neuzugang der Travdo-Gruppe: Das Wasserschloß in Fürstlich Drehna.

Die Größe dieses Hauses steht schon eher repräsentativ für das Wachstum des Familienunternehmens von Cecil und Nando Sonnenschmidt. Hinter dem Namen Travdo stehen heute 17 eigene Hotels und ein Partnerbetrieb von der Insel Poel bis Seiffen mit insgesamt rund 200.000 Gästen pro Jahr. Seit 2006, als die Sonnenschmidts ihr erstes Hotel in Rossau übernommen hatten, kamen pro Jahr ein bis zwei Betriebe hinzu. „Nun platzen wir in der Zentrale in Rossau aus allen Nähten“, begründet Sonnenschmidt den Umzug. Schließlich wächst mit der Anzahl der Hotels auch der Überbau für Vermarktung, Einkauf und Buchhaltung. Allein dieses Jahr würden vier weitere Stellen hier geschaffen. Ist die Renovierung des Hauses in Rochlitz abgeschlossen, werden dort 25 Angestellte arbeiten.

Angesiedelt ist dann hier auch der von Sonnenschmidts Frau Cecil derzeit noch von Mittweida aus geführte Internet-Vertrieb für Kurzreisen. Das Geschäft haben der gelernte Hotelfachmann und die ehemalige Hotel-Empfangschefin - die Familie wohnt seit 2008 in Rochlitz - von der Pike auf gelernt. Im Jahr 2003 hatte sich das Paar damit selbstständig gemacht und seitdem über 200.000 Kurzreisen über die Internet-Plattform Ebay verkauft. Das Marketing bezeichnet der aus Sachsen-Anhalt stammende Geschäftsführer als „Herz der Firma“. Das funktioniert mit Erfolg, so lag die Auslastung der Travdo-Hotels mit je 18 bis über 80 Betten zuletzt zwischen 60 und 90 Prozent. Deren Standorte befinden sich jeweils nahe an für Touristen interessanten Zielen wie im Harz - „immer kurz vor Mittendrin“, wie Sonnenschmidt es beschreibt. Das sichere vergleichsweise geringere Kosten und schlage sich in preisgünstigeren Angeboten für Gäste nieder. Einen wirtschaftlichen Ausgleich gibt es im Saisongeschäft. „Die Hotels im Norden laufen im Sommer besser, die im Gebirge im Winter“, sagt der 37-Jährige. Während bei Travdo bisher der Schwerpunkt im Segment der 3- bis 4-Sterne-Hotels lag, fällt das jüngste Projekt aus dem Rahmen. Mit dem Wasserschloss Fürstlich Drehna (Brandenburg) haben die Sonnenschmidts eine sanierte Luxus-Herberge gepachtet, welche heute die Türen für Gäste mit gehobenen Ansprüchen öffnet. (FP)