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Hovercraft-Fahren auf dem Großenhainer Flugplatz

Bastler Mike Seebe hat wunderliche Gefährte nach Großenhain gebracht.

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Von Birgit Ulbricht

Wenn das Luftkissen über den kantigen Beton zischt, erwartet der Zuschauer jeden Moment den Knall. Mit einem Amphibienfahrzeug über die Großenhainer Landebahn düsen? Es geht erstaunlich gut. Und schnell. Etwa 80 Stundenkilometer wird der Hovercraft schon draufhaben, schätzt Luftkissen-Pilot Mike Seebe später ein, als er wieder anhält. Natürlich sind die Luftkissen Verschleißteile, sagt Flugplatz-Chef Holger Faulhaber, der sich die „Flugversuche“ am Boden am Wochenende ansieht.

Auf der Wiese hat Mike Seebe jedenfalls ganz schön Mühe, zu wenden. Er braucht viel Platz. Einfach einlenken geht nicht. Der 50-Jährige muss sich mit all seinem Gewicht in die Kurve legen. Da sind Qualitäten eines früheren Seitenwagenfahrers gefragt, witzeln beide Männer anschließend. Seebe will seinen Hovercraft auch noch ein bisschen auf Großenhainer Verhältnisse anpassen. Der Mann ist ein Tüftler und Bastler. Darin geht er auf. Das macht ihn glücklich. So wie mit dem Segway – dem human Transporter – herumsausen. Gut, mehr ist schon dahinter. Auf dem „motorisierten Fußgänger“ sollen Flugplatzgäste genauso Touri-Runden drehen können, wie mit dem Hovercraft. Der elektrische Ein-Mann-Stehroller lenkt sich nur durch Gewichtsverlagerung.