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Hoyerswerda sucht Ideen für 70 000 Euro

Der Bürgerhaushalt geht in die zweite Runde – bis Ende des Monats kann man im Rathaus Vorschläge einreichen.

© Symbolfoto: SZ Archiv

Hoyerswerda. Die Stadt startet die Prozeduren für den Bürgerhaushalt 2020. Zum einen kann man seit Montag Vorschläge einreichen. Zum anderen werden sechs Bürger beziehungsweise Bürgerinnen gesucht, die in der neuen Steuergruppe mitwirken wollen, die im Zusammenhang mit dem Bürgerhaushalt die Fäden in der Hand hat.

Im neuen Budget stehen 70 000 Euro zur Verfügung, davon 50 000 Euro für die sogenannte Kernstadt und je 4 000 Euro für die fünf Ortsteile, wobei es bei der Premiere in diesem Jahr für Knappenrode, Bröthen/Michalken sowie Dörgenhausen schon Vorgriffe auf das neue Budget gab. Dennoch können auch aus diesen Orten Projektideen eingereicht werden.

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Die nötigen Formulare bekommt man in den beiden Rathäusern, im Bürgeramt am Pforzheimer Platz, in der Touristinformation im Bürgerzentrum sowie im Service-Center der ZooKultur in der Lausitzhalle. Darüber hinaus können sie auch von der Webseite der Stadt geladen und ausgedruckt werden. Die Einreichungsfrist endet am Sonntag, dem 29. September. Die Stadt wird dieses Mal anders als beim ersten Bürgerhaushalt, zu dem die Einwohner der Stadt immerhin 180 Vorschläge unterbreiteten, eine kleine Informationskampagne starten. Am Montag der kommenden Woche gibt es von 12 bis 16 Uhr einen Informationsstand im Treff-8-Center. Von Dienstag bis Donnerstag findet man ihn jeweils zwischen 12 und 18 Uhr im Lausitz-Center und am Freitag von 9 bis 13 Uhr im Globus.

Die bisherige Steuergruppe hatte im August bei einer Auswertung zum Bürgerhaushalt 2019 eingeschätzt, dass die Öffentlichkeitsarbeit zum Verfahren verstärkt werden müsse. Zudem wurde der inzwischen vom Stadtrat gebilligte Vorschlag unterbreitet, über einen Schülerwettbewerb ein Logo zu kreieren. Am Vorschlagsbogen hat sich dagegen nichts verändert. Er nennt weiterhin die Ziele, dass Ideen vielen Bürgern zugutekommen sollen, realisierbar und finanzierbar sein müssen sowie keine Folgekosten verursachen dürfen. Vereinszuschüsse sind ausgeschlossen.

Der Zeitplan für den neuen Bürgerhaushalt sieht vor, dass die Ideen aus der Bürgerschaft im Oktober und November auf diese Kriterien hin geprüft werden sollen. Das letzte Wort dazu hat die Steuergruppe. Sie soll in der Stadtratssitzung am 24. September eingesetzt werden. Daher endet die Bewerbungsfrist dafür schon am Dienstag der kommenden Woche, also am 17. September. „Der Steuergruppe obliegt die Steuerung, Dokumentierung und Überwachung des gesamten Prozesses, insbesondere die Bewertung der Vorschläge, die Zusammenstellung der Vorschlagsliste für die Abstimmung und die Erstellung der Abschlussliste für die Entscheidung über die Mittel des Bürgerhaushaltes durch den Stadtrat“, erklärt Olaf Dominick aus dem Rathaus. Ziel ist, dass im Januar über die eingereichten Ideen abgestimmt werden kann.)

Wer in der Steuergruppe mitarbeiten will, kann sich melden unter: [email protected]

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