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Hoyerswerdas größte Kita wird modernisiert

Der Stadtrat hat am Dienstag Arbeiten im Kinderhaus „Am Elsterbogen“ auf den Weg gebracht.

Das Kinderhaus „Am Elsterbogen“ sowie sein Garten sind recht weitläufig. Eltern und Erzieherinnen hätten allerdings gern mehr Parkplätze.
Das Kinderhaus „Am Elsterbogen“ sowie sein Garten sind recht weitläufig. Eltern und Erzieherinnen hätten allerdings gern mehr Parkplätze. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Vier grundsätzliche Entscheidungen hat Hoyerswerdas Stadtrat mit einem Beschluss im September 2018 auf Basis einer sogenannten Kita-Standort-Analyse getroffen. Öffentlich am umstrittensten war die Schließung des Kinderhauses „Sonnenblume“ im WK II. Sie ist in die Wege geleitetet. Ein Großteil der Kinder besucht nach Aussage von Bürgermeister Mirko Pink (CDU) mittlerweile andere Einrichtungen. Spätestens Ende August dürfte an der Curiestraße endgültig Schluss sein. Für das größte Vorhaben, den Neubau eines Kindergartens in Schwarzkollm, ist im Februar das Fördergeld eingetroffen. Laut einer Ausschreibung aus dem Rathaus soll am Kubitzberg ab Ende Juli gebaut werden. Und die energetische Sanierung der Kita „Waldsee“ in Bröthen ist im Sommer des vorigen Jahres relativ geräuschlos erledigt worden.

Nun hat der Stadtrat am Dienstag einstimmig Vorhaben Nummer vier auf den Weg gebracht. Vorgesehen ist eine Modernisierung des Kinderhauses „Am Elsterbogen“. Ursprünglich bezog sich der Beschluss von vor knapp zwei Jahren nur auf die Erneuerung der Elektroinstallation.

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Kosten: 1,2 Millionen Euro

Das Rathaus sagt nun allerdings, weil dafür ein Freizug erforderlich sei, sollte man gleich noch andere dringende Dinge erledigen. Und so geht es mittlerweile unter anderem auch um den Einbau von Brandschutztüren, die teilweise Erneuerung der Heizungsinstallation sowie von Sanitäranlagen oder um die Dachsanierung. In Rede stehen außerdem der Einbau von Akustikdecken sowie der Anbau von Sonnenschutztechnik. Alles in allem sind 1,2 Millionen Euro kalkuliert. Die Stadt setzt dabei auf 832.000 Euro Förderung durch das staatliche Stadtumbau-Programm, was einen städtischen Eigenanteil in Höhe von rund 416.000 Euro bedeuten würde. Der am Dienstag gefasste Beschluss bezieht sich auf den Abschluss einer Vereinbarung mit der Arbeiterwohlfahrt als Betreiberin des Kindergartens, entsprechende Eintragungen im Grundbuch sowie die Finanzierungsplanung über den Haushalt 2021/22.

Das Kinderhaus „Am Elsterbogen“ bietet alle drei Bereiche der Kinderbetreuung an, also neben Krippe und Kindergarten auch noch den Hort. Platz ist für insgesamt 265 Mädchen und Jungen. Es handelt sich damit um die von der Kapazität her größte Einrichtung in der Stadt. „Bedingt durch die günstige Lage im Randbereich der Altstadt, die gute Erreichbarkeit und das breitgefächerte Angebot soll diese Einrichtung langfristig erhalten werden“, heißt es im Text zum Stadtratsbeschluss. Die durchschnittliche Auslastung wird für voriges Jahr mit 97,8 Prozent angegeben.

Fachleute stellen Mängel fest

Besagte Analyse hatte den Kita-Gebäuden im Eck Alte Berliner Straße / Kolpingstraße zwar allgemein einen „sehr guten baulichen Zustand“ attestiert. Jedoch gibt es diesbezüglich Abstriche. Aus dem Rathaus heißt es mit Verweis auf die nun vorgesehenen Arbeiten, sowohl die Berufsfeuerwehr wie auch die Bauaufsicht hätten Mängel festgestellt. Nun werden sie beseitigt.

Erster Angriffspunkt: Brandschutz

Offensichtlich ist ein etappenweises Vorgehen ins Auge gefasst. In einem ersten Schritt sollten vor allem die brandschutztechnischen Mängel behoben werden – zügig, wie es heißt. Und: „Für die Erneuerung der Elektro-Anlage und die weiteren Sanierungsarbeiten sind dann Freizüge und Auslagerungen beziehungsweise Umzüge innerhalb des Kinderhauses erforderlich.“ Kindern und Erziehern stehen also sicherlich einige Einschränkungen ins Haus.

Die Kita-Standort-Analyse hatte alle derzeit noch 21 Kindergärten und Horte in der Stadt unter die Lupe genommen, um eine Basis unter anderem für Sanierungs-Entscheidungen zu schaffen.

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