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Hubertus, halt die Augen auf

Vesper. Die Jäger feierten am Sonnabend im Dom einen Gottesdienst für ihren Schutzpatron.

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Von Martin Machowecz

Als die Bläser ins Jagdhorn stoßen und ihren Hubertusmarsch anstimmen, geht ein Ruck durch den vollbesetzten Meißner Dom. Trotz Eiseskälte bleiben alle Besucher bis zum Ende auf ihren Plätzen. Die blau-gelben Trachten der Bläser, ihre Hüte und hohen Stiefel faszinieren die Zuschauer. Die Hubertusvesper am Sonnabend im Meißner Dom macht nicht nur Jäger glücklich.

Der ökumenische Gottesdienst zu Ehren des heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger, haben Superintendent Andreas Stempel und Dekan Heinrich Bohaboj gemeinsam vorbereitet. Die musikalische Ausgestaltung des Nachmittags übernimmt die Jagd- und Parforcehorngruppe Taucha-Sachsen e.V., zudem begleitet Domkantor Andreas Weber an der Orgel. „Wir sind ganz stolz darauf, dass es diesen ökumenischen Gottesdienst hier im Dom geben kann“, sagt Kreisjägermeister Karsten Schlüter. Damit werde den Jägern eine große Ehre zuteil. „Schließlich bringen auch wir dem Tier stets Ehre entgegen. Es wird gezeigt, dass wir nicht nur wilde Schießer sind, sondern wirklich viel für Natur und Umwelt tun.“

Sinn für die Natur

In ihren Gebeten und Fürbitten wünschen Stempel und Bohaboj den Jägern einen gesunden Sinn für die Natur. „Wir bitten für die Jägerinnen und Jäger: Lasse sie in allem, was sie tun, das Tier als dein Geschöpf erkennen“, bitten sie. Und: „Erhalte den Menschen in ihren Berufen das Gespür für die Verantwortung ihrer Arbeit.“ Das Jagen sei ein Dienst zum Nutzen der Natur, den die Gesellschaft erbringen müsse.

Zum Ende der Hubertusvesper läuten die Domglocken. Die Jäger und alle anderen Gäste verlassen bewegt das Gebäude. Draußen spielt die Jagdhorngruppe ein letztes Lied. „So eine Veranstaltung gibt Kraft“, sagt einer der Jäger schließlich.