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Hubertuskapelle wird aus dem Schlaf geweckt

Dürrröhrsdorf-Dittersbach. Kulturhistorisches Kleinod soll wiederaufgebaut werden.Das ist das Zieleiner Initiativgruppe.

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Von Ute Himmer

Engagierte Dürrröhrsdorf-Dittersbacher Bürger setzen sich für den Wiederaufbau der Hubertuskapelle ein. Dieses kulturhistorische Kleinod – es wurde 1838 im neogotischen Stil erbaut – am Eingang des Lieblingstales ist nur noch eine Ruine, sagt Gemeinderätin Dagmar Nikisch (Unabhängige Bürger). Es sollte wieder hergerichtet werden. Zumal sich mit der Hubertuskapelle und dem Ionischen Tempel im Schlosspark eine unmittelbare Verbindung zum Dittersbacher Schloss, das direkt an das Lieblingstal angrenzt, herstellen lässt, sagt Dagmar Nikisch.

Sie gehört zu einer Initiativgruppe, die sich konkrete Gedanken gemacht hat, wie das Vorhaben realisiert werden könnte, und sprach auch die Mitglieder des Gemeinderates an. Die Kommune kann nicht in Größenordnungen in den Wiederaufbau der Hubertuskapelle investieren, sagt Bürgermeister Jochen Frank (Unabhängige Bürger). Er verwies auf den schmalen Geldbeutel der Gemeinde. Dennoch will sie das Projekt, so weit es ihr möglich ist, unterstützen. Als erster Schritt sollte deshalb mit dem Landesamt für Denkmalpflege ein Vor-Ort-Termin vereinbart werden, um zu prüfen, wie die Ruine gesichert werden kann, so der Ratschef. Die Initiativgruppe unterbreitete zwei Vorschläge für den Wiederaufbau der Kapelle.

Zum einen sollte sich das Kleinod entsprechend überlieferter Zeichnungen und vorhandener Fundstücke eng an den ehemaligen Bau anlehnen. Somit könnte am sichtbarsten der architektonische Brückenschlag zu den Bebauungen der unmittelbaren Umgebung wie dem Schloss oder dem Turm schlösschen Belvedere Schöne Höhe erfolgen, sagt Nikisch.

Zum anderen könnte die Hubertuskapelle auch eine moderne Architektur bekommen. Dann sollten verwendbare Ruinensteine mit verbaut werden. Zu klären wäre dann auch, so Nikisch, die Frage der weiteren Nutzung.

Gemeinderat Rolf Scholze (Unabhängige Bürger) unterstützte ebenfalls das Vorhaben. Denn schon einmal hatte er den Aufbau der Hubertuskapelle bei einer anderen Diskussion mit angeregt, war aber damit gescheitert. Auch die anderen Gemeinderäten stimmten der Anregung von Nikisch zu.