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Huckelpiste bei Lomnitz bleibt vorerst

Das Landratsamt nennt keinen Termin für die Sanierung. Eine andere Entscheidung ist jedoch gefallen.

Von Thomas Drendel

Der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) hat sie unlängst als die schlechteste Straße im Gemeindegebiet bezeichnet: die Verbindung zwischen Lomnitz und Ottendorf-Okrilla. Hier reiht sich ein Asphaltflicken an den nächsten, immer wieder platzt die Fahrbahn auf. Ein zügiges Fahren ist wegen der unebenen Straße nicht möglich. Autofahrer, die hier entlang müssen, ärgern sich über die schlechte Straße. Mindestens genauso ärgerlich wie der Straßenzustand ist das wiederholte Verschieben des Baubeginns. Zunächst fehlte es am Geld, dann mussten noch Grundstücksfragen geklärt werden. Im Frühjahr hatte das Landratsamt mitgeteilt, dass Fachleute ein Gutachten zum Verhalten der Fledermäuse im Wald bei Lomnitz erstellen. Notwendig ist das wegen der vorgesehenen Verbreiterung der Seitenstreifen. Dabei wird ausgewertet, ob die Flugrouten der Tiere unterbrochen werden. Danach wird entschieden, ob die Randstreifen wie gefordert 7,50 Meter breit ausgebaut werden können oder nur 4,50 Meter breit sind. Zumindest dieser Punkt scheint jetzt geklärt. Denn das Landratsamt will es bei einem schmalen Randstreifen belassen. „Die Straße erhält im Waldabschnitt beidseitig Leitplanken“, sagt Gernot Schweitzer, Sprecher des Landratsamtes in Bautzen. „Damit kann der Waldbestand wesentlich geschont werden, ohne die Anforderungen an die Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen“, sagt er.

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Bei der wichtigsten Frage jedoch herrscht Funkstille. Einen Termin, wann es endlich mit der Straßensanierung losgeht, teilt die Behörde nicht mit. Zu hören ist nur der bekannte Satz: „Es handelt sich bei dem Bau um ein komplexes Vorhaben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir den genauen Termin des Baubeginns noch nicht benennen. Sobald wir diesen kennen, werden wir die Öffentlichkeit informieren“, heißt es aus Bautzen. Noch zu Beginn des Jahres war angekündigt worden, im April steht der Baubeginn fest. Als Grund für die Verzögerungen werden offene Grundstücksfragen genannt. „Derzeit wird weiter am Grunderwerb gearbeitet“, heißt es. Erste Anzeichen für einen Sanierungsbeginn hatte es gegeben. So wurde zu Beginn des Jahres eine Allee mit zahlreichen Laubbäumen entlang der Straße umgesägt. „Sie wurden in Vorbereitung des Ausbaus der Straße zwischen Ottendorf und Lomnitz gefällt“, sagt Sabine Rötschke vom Landratsamt. Nach ihren Angaben sind insgesamt 30 Bäume betroffen. Die Straße zwischen Lomnitz und Ottendorf wird nach den vorliegenden Plänen auf einer Länge von knapp drei Kilometern in Ordnung gebracht. Dazu werden der Asphalt und der Untergrund erneuert. Auf einem Abschnitt von rund 200 Metern soll sie von der bisherigen Straßentrasse abweichen, um den Verlauf der Kurve zu verbessern. Außerdem ist die Straße momentan zu schmal. Sie wird in dem Bauabschnitt auf sechs Meter verbreitert. An den Ortseingängen von Lomnitz und Ottendorf sind Mittelinseln vorgesehen. Sie sollen die Autofahrer zum Abbremsen zwingen. Außerdem sind Straßendurchlässe für die Ableitung des Oberflächenwassers geplant. Nach Angaben von Gernot Schweitzer betragen die Baukosten 1,2 Millionen Euro.