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Huckelpiste in Radeberg wird beseitigt

Die wichtige Stolpener Straße ist in einem schlechten Zustand. Jetzt kommt ein unglücklicher Umstand zu Hilfe.

Achtung Umleitung: Voraussichtlich ab Mitte Juli wird auf der Stolpener Straße in Radeberg gebaggert.
Achtung Umleitung: Voraussichtlich ab Mitte Juli wird auf der Stolpener Straße in Radeberg gebaggert. © SZ

Radeberg. Wer von der Schnellstraße in die Radeberger Innenstadt will, nimmt meist die Stolpener Straße. Spätestens nach dem Blitzer sollten Autofahrer noch einmal auf die Bremse treten und langsamer als Tempo 50 fahren. Dann ist der Asphalt stark gewellt, es gibt Spurrinnen. Jetzt wird die Huckelpiste beseitigt. „Ab Mitte Juli werden hier die Arbeiten beginnen“, sagt Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Saniert wird der Abschnitt vom Abzweig Kleinwolmsdorfer Straße bis in die Nähe des Ortsausganges. Mehr als eine viertel Million Euro sind für das Projekt vorgesehen. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Wie die Umleitung erfolgt, ist noch unklar. „Das wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt“, sagt Jürgen Wähnert.

Der Ausbau ist einem glücklichen oder eher unglücklichen Umstand zu verdanken. Denn ursprünglich sollte in dem Bereich nur der Abwasserkanal erneuert werden. „Bei der Voruntersuchung hat sich aber herausgestellt, dass eine Sanierung des Kanals nicht möglich ist, er stattdessen komplett ausgetauscht werden muss.“ Zunächst war dann vorgesehen, nur den Asphaltstreifen wieder in Ordnung zu bringen. „Wegen des schlechten Zustandes hat sich die Stadt Radeberg für einen Ausbau auf der gesamten Fahrbahn entschieden.“ Auch das Geld stammt aus einer ungewöhnlichen Quelle. 125.000 Euro sollten für neuen Asphalt auf der Badstraße in  Radeberg  verwendet werden. Das Vorhaben kann aber in diesem Jahr nicht umgesetzt werden, da die Straße derzeit als Umleitungsstrecke für das zweite wichtige Straßenprojekt, die Sanierung der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße benötigt wird. Die restlichen 130.000 Euro steuert die Landesregierung bei.

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Projekt muss noch eine Hürde nehmen

Das Vorhaben  steht noch unter  Vorbehalt. Der Stadtrat entscheidet  erst auf seiner Sitzung am 24. Juni endgültig über das Projekt. Auf der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße gehen die Arbeiten indes voran. Der erste Abschnitt von der Badstraße bis zur Weststraße ist seit März befahrbar. Der zweite Abschnitt soll noch in diesem Monat fertig werden. Der Ablauf hatte sich verzögert, da von den Bauleuten Leitungen im Erdreich gefunden wurden, die sie an der Stelle nicht vermutet hatten und die auch nicht in den Plänen eingezeichnet waren. „Das führte zu erheblichen Störungen, da sie ja nicht einfach entfernt werden konnten. Es musste erst die Zustimmung des jeweiligen Betreibers erfolgen“, sagt Wähnert. Es war deshalb nicht möglich gewesen, die wichtige Straße noch vor dem Winter wieder für den Autoverkehr freizugeben. 

Autofahrer, die Richtung Lotzdorf, Liegau und Langebrück wollten, mussten weiterhin die Umleitung über die Karlstraße nehmen, die seit Beginn der Bauarbeiten eingerichtet ist. Die Ampel bleibt weiter in Betrieb. Um die Karlstraße zu entlasten, hatte die Stadtverwaltung auch eine weiträumige Umleitungsstrecke eingerichtet. Sie führt von Radeberg nach Feldschlößchen und weiter nach Liegau-Augustusbad. „Wir bitten alle Autofahrer weiterhin, vorrangig diese Strecke zu nutzen“, sagt er. Der letzte Abschnitt beginnt am Beethovenweg und endet auf der Lotzdorfer Straße. Er wird in den Sommerferien ausgebaut. Das Vorhaben ist das größte Straßenbauprojekt in der Stadt in diesem Jahr. Insgesamt kostet es rund 1,9 Millionen Euro. In allen Abschnitten werden Fahrbahn, die Gehwege sowie alle Leitungen erneuert. Während der Bauarbeiten ist der jeweilige Abschnitt voll gesperrt.

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