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Hühnerstall könnte nächstes Jahr starten

Die Firma Ovovac kann eine Aufzucht für 100 000 Hennen zwischen Jiedlitz und Uhyst jetzt planen. Gegner gibt es weiter.

Von Carolin Menz

Läuft alles nach Plan, könnte der Bau der Junghennenaufzuchtanlage auf einer Fläche zwischen Jiedlitz und Uhyst noch 2014 beginnen. In gut einem Jahr könnten die ersten Küken einziehen, um hier für die Serumeierproduktion zu Legehennen heranzuwachsen. Das sagte der Geschäftsführer der Firma Ovovac Georg Gronbach gestern auf Anfrage der SZ. Sein Unternehmen plant die Anlage für 100 000 Tiere. Ein entsprechender Bebauungsplan werde jetzt von einer Dresdner Fachfirma so zügig wie möglich erstellt. Burkaus Gemeinderäte hatten dafür mit deutlicher Mehrheit grünes Licht gegeben. Der Beschluss ist Voraussetzung dafür, dass der Bebauungsplan erstellt und ein Genehmigungsverfahren für den Stall im Landratsamt in Bautzen beginnen kann. Wie Georg Gronbach sagt, werden für die Aufzuchtanlage rund zwei Millionen Euro investiert. Zudem entstünden zwei Jobs.

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Standort wird abgelehnt

Der Beschluss, der dem Großstall jetzt den Weg ebnete, bleibt in Burkau umstritten. Vor allem viele Uhyster und Jiedlitzer sind enttäuscht – allen voran Rene Hrebik und Frank-Jürgen Gloth. Beide Männer hatten insgesamt fast 150 Unterschriften gegen die Pläne für die Aufzuchtanlage gesammelt. „Wir lehnen den Stall nicht prinzipiell ab. Wir lehnen ihn aber am geplanten Standort zwischen Uhyst, Jiedlitz und Bocka ab, zumal es an der Autobahnauffahrt Burkau eine ideale Möglichkeit gegeben hätte. Doch sie wurde nicht in Erwägung gezogen“, so Gloth.

Unter den gut 30 Flächen, die die Gemeinde fürs Ovovac-Vorhaben geprüft hatte, war auch eine gegenüber dem Pendlerparkplatz an der A4. Wie Burkaus Bürgermeister Sebastian Hein (CDU) sagt, käme sie nicht in Betracht, da sie als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sei. Zudem wollte der Eigentümer, die Agrar GmbH Burkau, keine so große Fläche für die Bewirtschaftung einbüßen, wie Geschäftsführer Steffen Mager auf einer früheren Sitzung sagte. Bürgermeister Sebastian Hein versicherte, dass alle Optionen geprüft worden seien – letztlich aber nur der Standort in Jiedlitz genehmigungsfähig sei.

Burkaus Gemeinderat stimmte den Plänen von Ovovac unter Auflagen zu. Gefordert werden eine Begrünung um die Hennenaufzuchtanlage sowie der Einbau einer Luftwaschanlage, um die Staubbelastung zu reduzieren. Inwieweit die Auflagen berücksichtigt werden, sei abhängig von gesetzlichen Richtlinien und dem Landratsamt als Genehmigungsbehörde, sagte Bürgermeister Sebastian Hein.