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Dippoldiswalde

Hürden vor Trauring-Ausstellung in Dipps

Den ersten Termin musste Henri Thorn wegen Corona absagen. Nun wäre der zweite um ein Haar auch geplatzt.

Noch nie hatte Henri Thorn mit der Organisation seiner Trauring-Ausstellung in Dipps solche Mühen wie jetzt wegen Corona.
Noch nie hatte Henri Thorn mit der Organisation seiner Trauring-Ausstellung in Dipps solche Mühen wie jetzt wegen Corona. © Stephan Klingbeil

Seit vielen Jahren organisiert der Juwelier und Uhrmachermeister Henri Thorn seine Trauringmesse in Dippoldiswalde. Dieses Jahr darf sie nicht in der bewährten Form stattfinden, obwohl sich auch in der Corona-Zeit Paare zur Heirat entschließen und dazu traditionell die Ringe gehören.

„Erst war klar, dass ich die Messe absagen muss“, erzählt Henry Thorn. „Als dann aber die ersten Lockerungen kamen, habe ich mit der Stadtverwaltung gesprochen wegen einem Ersatztermin. Wir haben uns dabei auf Sonntag, den 17. Mai, geeinigt.“ Thorn bekam noch keinen endgültigen Bescheid. Der sollte ihm erst zugehen, wenn feststeht, welche Auflagen er erfüllen muss. „Doch dann kamen keine Auflagen, sondern eine glatte Absage“, berichtet der Juwelier, und das wenige Tage vor dem Termin.

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Imageschaden befürchtet

Damit war er vor den Kopf gestoßen. Er hatte schon Werbung geschaltet in ganz Dresden und Umgebung. Er hat ja neben seinem Stammhaus in Dippoldiswalde auch Geschäfte im Weißeritzpark in Freital und im Kaufpark Nickern. Höhepunkt seiner Veranstaltung ist immer, dass ein großer Hersteller mit seiner gesamten Kollektion nach Dippoldiswalde kommt. „So ein breites Angebot kann ja sonst ein einzelner Juwelier gar nicht präsentieren“, sagt Thorn. Andererseits fürchtete er, dass nun Kunden am Sonntag extra nach Dipps kommen und dann vor der verschlossenen Tür stehen. „Das wäre für uns und für Dipps ein Imageschaden geworden“, stellt er fest.

Eine Nummer kleiner ist die Lösung

Nun hieß es eine Lösung finden. Messen sind nach der geltenden Rechtslage in Sachsen nach wie vor verboten. Das ist die Ansage der Landesregierung. Ganz gleich, ob es sich um eine große Messe in Dresden oder Leipzig handelt, oder die Trauringschau in Dippoldiswalde. Also machte Thorn einige Abstriche an seiner Veranstaltung. Es ist jetzt keine Verkaufsmesse mehr, sondern nur noch eine Ausstellung mit Trauringen. Dort wird auch nichts verkauft. Die Besucher können sich die Ringe nur ansehen und sich dazu beraten lassen. Außerdem gelten die Hygienevorschriften wie überall in den Geschäften: Mundschutz und Abstand. „Wenn zu viele auf einmal kommen, lassen wir die nicht vor der Tür stehen, sondern geben denen einen Gutschein für das Café Achat nebenan, damit sie die Wartezeit angenehm verbringen können“, berichtet Thorn. Nun will er am Sonntag von 10 bis 18 Uhr so viele Trauringe zeigen, wie das mit der gebotenen hygienischen Vorsicht möglich ist.  

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