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Hundehaufen ärgernAnwohner

Mit der Schneeschmelze kommen nun auf Gehwegen und Freiflächen die schmutzigen Hinterlassenschaften von Hunden zum Vorschein. Die Häufchen reihen sich teilweise sogar in Meterabständen Fußwege entlang, so wie kürzlich in Pulsen zwischen der Grundschule und dem Kindergarten.

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Mit der Schneeschmelze kommen nun auf Gehwegen und Freiflächen die schmutzigen Hinterlassenschaften von Hunden zum Vorschein. Die Häufchen reihen sich teilweise sogar in Meterabständen Fußwege entlang, so wie kürzlich in Pulsen zwischen der Grundschule und dem Kindergarten. Allein auf diesem kurzen Abschnitt zählte man rund zehn Tretminen.

Den Ärger darüber sowie einen Appell an die Hundebesitzer, die Häufchen doch wegzuräumen, die ihre Vierbeiner zurücklassen, veröffentlichte die Gemeinde Röderaue im Internet.

Auch in Gröditz schimpfen die Leute derzeit vermehrt über Hundehäufchen auf den Fußwegen. Schon einige Anrufe sind in diesem Monat deshalb im Gröditzer Ordnungsamt eingegangen, erklärt der Leiter Michael Donat. Ein Brennpunkt sei der Hans-Eisler-Weg. „Dort haben wir nun zusätzlich einen Spender für Tüten aufgestellt, sodass die Hundebesitzer für Ordnung und Sauberkeit sorgen können.“ Die meisten tun das auch, beobachten die Mitarbeiter vom Außendienst, die auf Streife zurzeit verstärkt auf Gassi-Geher achten.

Doch einige Herrchen und Frauchen scheren sich eben nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere. Manche werden sogar aggressiv, wenn sie von Passanten oder Anwohnern auf die Beseitigung der Häufchen hingewiesen werden.

Verwarngeld bis zu 25 Eruo

So berichtete Thomas Ackermann, stellvertretender Bürgermeister von Gröditz, jetzt in einer Ausschusssitzung von so einem Fall. Er habe einen Hundebesitzer darauf aufmerksam gemacht, dass dessen Vierbeiner gerade vor seiner Einfahrt sein Geschäft verrichtet hat, und das möge er doch bitte wegräumen. Ihm wurde daraufhin „eine auf die Fresse“ angedroht.

Michael Donat vom Ordnungsamt wünscht sich in massiven Fällen mehr Mithilfe von den Bürgern. „Wir brauchen konkrete Angaben über die Personen, die die Haufen nicht beseitigen: Zeit, Ort und am besten noch den Namen.“ Mit Hinweisen wie: „Da geht immer einer mit seinem Hund und räumt die Kacke nicht weg“ lässt sich weder ein Verwarnungsgeld von bis zu 25Euro verhängen noch ein Bußgeldverfahren von 35Euro und mehr einleiten.

Der Idealfall sei eine Anzeige mit Zeugen oder ein Beweisfoto. Dann könne man handeln. Ansonsten sind auch dem Ordnungsamt die Hände gebunden, und es bleibt lediglich ein mahnender Appell an die Vernunft der Hundebesitzer. Natürlich lege sich der Außendienst auch mal auf die Lauer, so Donat. Wer in flagranti erwischt wird, wird auch zur Kasse gebeten. Doch bis vor das Gericht ging bisher noch kein Fall.

In der Röderaue werden bekannte „Wiederholungstäter“ persönlich angeschrieben und höflich auf ihre Pflichten als Hundehalter hingewiesen. „Das funktioniert meistens“, so Hauptamtsleiterin Kerstin Tröger.

Nur einmal musste ein zweites Schreiben rausgeschickt werden, in dem ein Ordnungsgeld angedroht wurde. Das zeigte schließlich Wirkung.Julia Polony