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RS-Virus: So können sich Dresdner schützen

In Dresden erkrankten in diesem Jahr schon über 200 Menschen, die meisten Kinder. Mit Corona hat der Virus jedoch nichts zu tun. Was Sie dazu wissen müssen.

Manche Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden.
Manche Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden. © Ronald Bonß

Dresden.  In Dresden gab es in diesem Jahr bisher 214 Fälle des sogenannten RS-Viruses. 170 davon waren Kinder. RS steht für Respiratorische Synzytial-Virus-Infektionen. 2020 mussten bisher 66 Personen im Krankenhaus behandelt werden.

Im Jahr 2019 waren es insgesamt 570 Fälle mit 415 Kindern und im Jahr 2018 472 Fälle, davon 354 Kinder. Die Symptome des RS-Virus sind Fieber, Husten oder Bronchitis. "Wenn das Fieber länger als drei Tage andauert, sollten Patienten den Arzt aufsuchen", erklärt das Dresdner Gesundheitsamt. Eine Behandlung durch Fiebersenkung, Bettruhe und viel Trinken wird geraten.

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Laut Robert-Koch-Institut ist das RS-Virus ein weltweit verbreiteter Erreger von akuten Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege in jedem Lebensalter, besonders aber bei Säuglingen, insbesondere Frühgeborenen, und Kleinkindern. Nach aktuellen Schätzungen kommen RSV-Atemwegserkrankungen jedoch weltweit mit 5,6 schweren Fällen pro 1.000 Kindern im ersten Lebensjahr vor.

RSV-Infektionen treten zyklisch auf. In Mitteleuropa am häufigsten von November bis April, in den übrigen Monaten kommen sporadische Infektionen vor. Der Gipfel der RSV-Saison erstreckt sich über etwa 4 bis 8 Wochen und liegt meist im Januar und Februar, seltener auch im November und Dezember. 

RSV-Infektionen treten bei Frauen und Männern gleichermaßen auf. Schwere, mit Krankenhausaufenthalt verbundene Erkrankungen bei Kindern betreffen etwa doppelt so oft Jungen wie Mädchen. Risikopatienten, die schwer an einer RSV-Infektion erkranken können, sind Frühgeborene,  Kinder mit Herzfehlern mit vermehrter Lungendurchblutung und Erwachsene mit schwachem Immunsystem.

"Wir behandeln pro Jahr in unserer Klinik über 100 Kinder stationär mit RSV-Infektionen", so Professor Reinhard Berner, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik. Auch in diesem Winter seien es in etwa so viele gewesen. Die sogenannte RSV-Saison hält allerdings ebenso wie die Influenza-Saison weiter an. 

"Bereits sehr junge Säuglinge können erkranken, mit oder ohne Fieber und den Zeichen einer schweren Atemnot mit stark beschleunigter und/oder sehr angestrengter Atmung", sagt Berner. Die Entzündung der kleinen Atemwege, der Bronchiolen, stehe dabei im Vordergrund. In diesen Fällen sollten die Eltern einen Arzt aufsuchen oder sich in der Kinderklinik vorstellen. Den Altersgipfel habe die Erkrankung in den ersten beiden Lebensjahren. 

Notwendig sei in manchen Fällen die Anreicherung der Atemluft mit Sauerstoff im Krankenhaus. Ansonsten könne man nur die Symptome lindern. Für Risikogruppen wie  sehr kleine Frühgeborene oder Säuglinge und Kleinkinder mit Herzfehlern, könne man Immunglobuline geben, die monatlich bereits zu Beginn der RSV-Saison, spätestens im November verabreicht werden könnten. 

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Eine Impfung gibt es aktuell laut Robert-Koch-Institut noch nicht. Eine gänzliche Vermeidung von RSV-Infektionen im Alltag sei schwierig. Das Einhalten von Hygieneregeln im öffentlichen Leben und innerhalb der Familie könne die Ausbreitung von RSV-Infektionen minimieren, so die Experten. Hierzu gehören regelmäßiges Händewaschen, hygienisches Husten und Niesen sowie die Reinigung eventuell kontaminierter Gegenstände wie Kinderspielzeug.

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