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Hunderte Kilogramm Fisch gerettet

Gefahr im Verzug: Den Flossentieren der Teichwirtschaft Petershain in einem Schönau-Berzdorfer Teich drohte der Tod. Am Wochenende war Noteinsatz.

Kaum noch Wasser, zu wenig Sauerstoff: Am Wochenende musste der Libellenteich in Schönau-Berzdorf notabgefischt werden.
Kaum noch Wasser, zu wenig Sauerstoff: Am Wochenende musste der Libellenteich in Schönau-Berzdorf notabgefischt werden. © Lausitznews

Ein Drama hat sich angebahnt: Durch den fehlenden Niederschlag und die damit verbundene Trockenheit drohte ein Massen-Fischsterben im Libellenteich in Schönau-Berzdorf auf dem Eigen. „Die Lage hatte sich bereits enorm zugespitzt“, schildert Armin Kittner, Chef der Teichwirtschaft Petershain, die Situation. Im Teich war nur noch wenig Wasser, die Flossentiere wirbelten den Schlamm auf und Sauerstoff fehlte. Ein Teil des Teichs lag schon völlig trocken. Damit schrumpfte der Rückzugsbereich der Tiere.

Da witterungsbedingt keine Besserung in Sicht war, wurde am Sonnabend ein Notabfischen angesetzt. Etwa 20 bis 30 Petrijünger vom Angelverein Pließnitztal wollten damit die Fische vor einem qualvollen Hitzetod retten. Das ist ihnen auch gelungen, wenngleich die Rettung quasi in letzter Minute erfolgte. „Gefahr war im Verzug“, schätzt Armin Kittner ein. Er hatte kurzerhand die Ausrüstung zum Abfischen bereit gestellt, um die Tiere in seinen eigenen Betrieb umzusetzen.

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Notwendig war dafür ein spezieller mit Sauerstoff angereicherter und mit Wasser befüllter Tankanhänger. Einige Hundert Kilogramm Fisch konnten so vor dem sicheren Verenden bewahrt werden. Neben Weißfischen wurden aus dem Libellenteich Hechte, Schleie und Karpfen geholt. Die größten Exemplare brachten um die zehn Kilogramm auf die Waage. „Das waren Karpfen, die zehn Jahre und älter sind“, erklärt der Fachmann. Die Art könne bis zu 50 Jahre alt werden.

Es fehlt Regen

Bereits in den vergangenen zwei Jahren zeigte sich, dass der Wasserspiegel im Libellenteich immer weiter sank. Der trockene Winter verschärfte die Situation. Ein Problem, welches auch Armin Kittner im Allgemeinen mit Sorge beobachtet. 46 Teiche bewirtschaftet er rund um Petershain, 18 davon in Brandenburg und einen Betriebsteil gibt es in Bischofswerda. „Dringend notwendig ist überall für die Gewässer viel Regen“, sagt er. Denn fehlt weiterhin der Niederschlag, könnte auch das Umsetzen der Fische immer schwieriger werden, da weniger Teiche den notwendigen Wasserstand aufweisen. Zwar würden die Fische selbst höhere Wassertemperaturen bis 30 Grad vertragen Doch sinkt der Sauerstoffgehalt aufgrund des kleiner werdenden Lebensraumes, droht den Kiementrägern der Tod.

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Im Libellenteich sollen erneut Fische Einzug halten dürfen, wie Armin Kittner erzählt. „Wann das passiert, hängt allerdings ausschließlich von der Witterung ab“, sagt er. Denn ohne Wasser kein Lebensraum für Karpfen und Co. Erst wenn der Teich wieder genug Wasser hat, sei ein Neubesatz machbar. 

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