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Hundestreit eskaliert im Spitzgrund

Coswig. Den Spaziergang am Donnerstagabend mit seinen beiden Hunden wird Torsten Olschewski so schnell nicht vergessen. Beinahe hätten die dreijährige Rottweilerhündin und der zehnjährige Schäferhundrüde den Gassigang im Spitzgrund nicht überlebt.

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Coswig. Den Spaziergang am Donnerstagabend mit seinen beiden Hunden wird Torsten Olschewski so schnell nicht vergessen. Beinahe hätten die dreijährige Rottweilerhündin und der zehnjährige Schäferhundrüde den Gassigang im Spitzgrund nicht überlebt.

Der Besitzer eines Staffordshire Terriers habe mit einem Hirschfänger auf Olschweskis Hunde eingestochen. Die beiden Tiere mussten schwer verletzt von einem Tierarzt behandelt werden, hingen am Freitag noch immer am Tropf. Der Rottweiler wurde an der Lunge verletzt, der Schäferhund erlitt eine zehn Zentimeter lange Schnittwunde am Rücken, drohte zu verbluten.

Rottweiler und Stafford waren in Streit geraten und keilten sich, sagte Olschewski. Der Schäferhund wiederum habe unbeteiligt zugeschaut. Olschewskis Hunde waren nicht angeleint. Statt die verkeilten Hunde zu trennen, habe der Stafford-Besitzer unvermittelt auf Olschewskis Tiere eingestochen und ihn selbst bedroht. Durch die Messerattacken sei die Rottweilerhündin noch aggressiver geworden, da sie die Schmerzen offenbar auf Beißattacken des Staffords projizierte.

Olschewski ist Hundetrainer und kennt sich mit Vierbeinern aus. Nach seiner Meinung hätten beide Besitzer gemeinsam die Tiere problemlos trennen können. Die Messerstiche seien völlig unangemessen gewesen, so Olschewski.

Er hat bei der Polizei in Coswig Anzeige gegen den ihn bekannten Mann erstattet. Der Hundetrainer selbst hat nach eigener Aussagen aber auch aus dem Vorfall gelernt. An unübersichtlichen Stellen will er seine Hunde künftig nicht mehr frei laufen lassen, um bei unfreiwilligen Begegnungen mit anderen Hunden gleich vorab eine Eskalation vermeiden zu können. (ll)