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Hungerstreikender wurde abgeschoben

Der Mann hatte gegen die Haftbedingungen in Dresden protestiert. Zurück bleibt seine schwangere Freundin. 

Der Mann wurde am Donnerstag nach Marokko abgeschoben.
Der Mann wurde am Donnerstag nach Marokko abgeschoben. © Symbolfoto: dpa

Der Mann, der nach seinem Hungerstreik im Krankenhaus Friedrichstadt behandelt wurde, ist nicht mehr in Deutschland. Er wurde am Donnerstag unter ärztlicher Aufsicht nach Marokko abgeschoben. Das bestätigt die Abschiebehaft-Kontaktgruppe Dresden. 

Zurück bleibt seine schwangere deutsche Freundin und ein Kind aus einer früheren Beziehung mit einer Deutschen. Die Landesdirektion will sich zu der Abschiebung nicht äußern, bestätigte aber den Hungerstreik.

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Der 28-Jährige hatte während seiner Haft im Abschiebegefängnis nichts gegessen und getrunken, um gegen die Bedingungen in der Einrichtung auf der Hamburger Straße zu protestieren. Inhaftiert wurde er dort, weil ihn die Behörden zunächst nicht ausfindig machen konnten. Er sei damals auf Familienbesuch gewesen, so seine Freundin.

Der Mann war illegal in Deutschland. Er und seine Freundin hatten Antrag auf einen Aufenthaltstitel im Rahmen des Familiennachzug zu Deutschen gestellt. (SZ/jv)