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Hungrig nach Kunst und Kultur

„Musik aus dem Fenster“ ist nun auch in Meißen angekommen. Die Menschen waren begeistert und hoffen auf Wiederholung.

Pooya Sangtarash spielt aus dem Fenster der Annelie-Marie-Stiftung in Meißen.
Pooya Sangtarash spielt aus dem Fenster der Annelie-Marie-Stiftung in Meißen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Einmal wieder live Musik hören, danach sehnen sich die Menschen in der Corona-Krise. Das zeigte einmal mehr die „Musik aus dem Fenster“ der Annelie-Marie-Stiftung in der Leipziger Straße in Meißen. Dort spielte am Freitagnachmittag der 18-jährige Violinist Pooya Sangtarash. Als er die Leute auf der Straße mit den Klängen des Czardas verzauberte, konnte keiner der rund 50 Passanten mehr still stehen. Jung und Alt wippten im Takt mit. 

Anschließend zeigte die 16-jährige Bettina Schaller ihr Können auf dem Klavier. Sie erhält seit etwa drei Jahren Unterricht bei der Stiftung. „Es war für die Zuhörer und uns ein Lichtblick in dieser Zeit, endlich einmal wieder Musik in unserem Haus zu hören“, sagte Stiftungskoordinatorin Juliane Eisenmenger. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen zuhören. Das zeigt, wie hungrig die Menschen danach sind.“

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Das verdeutlichten auch die Reaktionen der Menschen auf der Straße. Sie strahlten, versuchten jeden Ton, der aus dem Raum nach draußen drang, förmlich in sich einzusaugen. Nach jedem Stück folgte stürmischer Applaus. „Es war so schön“, schwärmte eine Frau. Eine andere rief: „Das müsst ihr unbedingt wieder machen.“

Zum Schluss bedankten sich die Zuhörer mit einer Spende für Pooya. Denn der junge Mann braucht dringend eine neue Geige, um sein Können auch zu zeigen. Für das Spiel aus dem Fenster hatte er sich extra ein Instrument eines Freundes geliehen, „damit es nicht schlimm klingt“, sagte Pooya. Er war überwältigt vom Interesse und der Geldsumme, die zusammengekommen ist: „Dafür danke ich allen ganz herzlich.“

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