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Hurnzer Fasching zum zweiten Mal im Jam

Elferratschef Björn Münnich sagt, was im Faschingstempel alles anders ist und ob er an ein Zurück nach Hörnitz glaubt.

Von Holger Gutte

Für den „Hurnzer Fasching“ beginnt am Wochenende die zweite Saison im Ausweichquartier im „Jam“ in Eichgraben. Schon 2015 haben die Mitglieder vom Faschingsclub Hörnitz dorthin notgedrungen umziehen müssen. Ihre weit über die Grenzen der Gemeinde bekannte Faschingshochburg „Stadt Zittau“ bleibt wegen baulicher Mängel weiterhin geschlossen. Der Hurnzer Fasching findet aber trotzdem statt. Kurz vor dem Start in die zweite Saison in der Vereinsgeschichte an einem anderen Ort, sprach die SZ mit Elferratschef Björn Münnich.

Stars im Strampler aus Zittau
Stars im Strampler aus Zittau

So klein und doch das große Glück: Wir zeigen die jüngsten Einwohner der Region Löbau-Zittau und die Frischgeborenen, die Verwandtschaft in der Oberlausitz haben.

Herr Münnich, „Uff nach Hurnz“ heißt es am Wochenende im „Jam“. Wie schwer fällt Ihnen das Ausrichten des Kultfaschings an einem anderen Ort?

Die räumliche Entfernung zu Hörnitz ist schon ein Problem. Aber man kann sich damit arrangieren. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr ist es jetzt aber einfacher. Wir kennen die örtlichen Gegebenheiten besser und konnten uns darauf einstellen.

Wo lagern Sie all die Utensilien für die Dekoration ein?

Die lagern wir nach wie vor in Hörnitz – ein Teil davon in unserem Vereinshaus und der andere Teil in einem Haus gegenüber von „Stadt Zittau“.

Wie groß muss man sich den Aufwand vorstellen, bis alle Deko-Materialien von Hörnitz in Eichgraben sind?

Vier Lkw-Fahrten haben wir für die großen und sperrigen Sachen, wie Balken, Gerüststangen, Aufbauten und so weiter gebraucht. Und dann nimmt ja jeder noch in seinem Auto immer was mit. Allerdings haben wir am Montag eine ganz neue Erfahrung gemacht. Wir haben aus dem Lager vor „Stadt Zittau“ unseren wunderschönen alten Königsstuhl, eine fahrbare Garderobe und eine Stehlampe, die wir für unser Programm brauchen, gestellt. Als wir kurz darauf die Sachen abholen wollten, waren sie weg. Danke an die „fleißigen Wegfahrer“. Der Königsstuhl war schwer. Den hat keiner alleine weggetragen.

Was ist in diesem Jahr im „Jam“ anders?

Wir haben eine komplett neue Bühne gebaut, die auch nachher im Saal drinbleiben soll. Die Gäste stehen dadurch günstiger zu den Lautsprechern und können alles besser verstehen als im Vorjahr. DJ Dr. Taste ist wieder mit von der Partie. Mit acht Bars haben wir eine mehr als 2015. Und weil es manchmal eng wurde, gibt es einen Durchgang mehr zum Saal. Erstmals machen wir bei uns einen Jugendfasching. Wir hatten uns gesagt, wo soll eine solche Veranstaltung für die Jugend funktionieren, wenn nicht im „Jam“.

Glauben Sie noch an ein Zurück ins „Stadt Zittau“? Ist das noch realistisch?

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber das ist eine Entscheidung, die auch vom Willen der Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz abhängt, ob die Sanierung von „Stadt Zittau“ finanziert werden kann. Ich bin in der Beziehung ein unverbesserlicher Optimist. Auch der Verein hofft immer noch.

Wie lautet das Thema?

Es war einmal.... (in Hurnz). Es geht also diesmal märchenhaft bei uns zu.

Auf was können sich die Narren im Jam freuen?

Auf ein lustiges Programm, das nicht so politiklastig ist. Das haben uns 2015 einige Leute vorgeworfen. Es gibt Tanz auf allen Ebenen – auf drei Sälen und nach dem Programm auch auf der Bühne und eine Heiratshöhle.

Gibt es für die Bertsdorf-Hörnitzer wieder einen Busshuttle nach Eichgraben?

Nein, weil der im vergangenen Jahr nur von sehr wenigen Leuten genutzt wurde, haben wir darauf verzichtet.