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Hut ab Kreischa

Ein Spaziergang durch Kreischa lohnt sich jetzt noch mehr: Seit Dienstag werden an 20Stationen im Ortszentrum Geschichten rund um die ehemalige Hutproduktion erzählt sowie etwa 30 historische Exponate gezeigt.

Ein Spaziergang durch Kreischa lohnt sich jetzt noch mehr: Seit Dienstag werden an 20 Stationen im Ortszentrum Geschichten rund um die ehemalige Hutproduktion erzählt sowie etwa 30 historische Exponate gezeigt. Dafür stellen 20 Gewerbetreibende bis Mitte Mai ihre Schaufenster bereit.

In einem der Schaufenster ist zum Beispiel die Herstellung eines Strohhutes zu sehen. In einem anderen läuft ein Film von Anfang der 1930er-Jahre, der die Produktion in einer Hutfabrik dokumentiert. Initiiert wurde die Ausstellung vom Heimat- und Fremdenverkehrsverein Kreischa. Er hat zahlreiche Exponate gesammelt, die nun gezeigt werden. Die Dokumentation stamme im Wesentlichen von Thomas Werner, dessen Firma auf dem Gelände einer ehemaligen Hutfabrik steht, sagt Mitorganisatorin Evelyn Gaszner. Sie empfiehlt, den Hutspaziergang am Haußmannsplatz zu starten.

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Kreischa blickt auf eine 500-jährige Tradition in der Hutherstellung zurück. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden fünf Fabriken, in denen um 1900 bis zu 2000 Arbeiter beschäftigt waren. 1990 wurde die industrielle Hutproduktion eingestellt. (seb)