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Hut ab vor so viel Tatkraft

SZ-Redaktuerin Carla Mattern schreibt über den Fleischer, der mit 61 durchstartet.

Von Carla Mattern
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© André Schulze

In Niesky haben gerade mehrere Geschäfte zum Jahresende für immer zugemacht. Ihre Inhaberinnen haben sich das wohl überlegt und wohl auch viele Gründe. Die müssen die Nieskyer akzeptieren, ob ihnen der Laden mit seinem Angebot fehlt, oder sie sich über ein weiteres leerstehendes Gebäude in der Innenstadt ärgern.

Ganz anders in Diehsa. Fleischermeister Rudolf Jakob geht einen Schritt nach dem nächsten. Erweitert sein Angebot, ergänzt das Portfolio seiner Firma. Die trägt im Namen, worauf er sich versteht. Landwirtschaftsbetrieb und Hausschlachtung Jakob. Jetzt einen Hofladen zu eröffnen ist folgerichtig. Wenn für die Kunden gedacht wird. Die Wochentage hat der Fleischer klar eingeteilt: schlachten, verarbeiten, verkaufen. Dass es gut läuft, ist sicher ein Grund, sich auf einen Hofladen einzulassen. Denn der bindet Zeit und Kraft, schließlich gibt es reguläre Öffnungszeiten. Aber der Fleischer, der nach Höhen auch schon Tiefen erlebt hat, lässt sich nicht beirren und macht das, was er am besten kann. Mit 61 Jahren planen viele keine beruflichen Veränderungen mehr. Manch einer denkt eher über einen Ausstieg aus dem Berufsleben nach, oder hat ihn – wie auch immer – bereits vollzogen. Der Diehsaer dagegen plant schon weitere Angebote. Und ist außerdem in vielerlei Vereinen aktiv.

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