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Niesky

Hygiene bremst Spielplatzfreigabe aus

Noch nicht alle Spielplätze sind zum Toben offen. Niesky und Sproitz wollen das bis zum Wochenende schaffen.

Der gemeinsame Spielplatz der GWG und der Wobag in der Niesyker Ringstraße ist noch gesperrt.
Der gemeinsame Spielplatz der GWG und der Wobag in der Niesyker Ringstraße ist noch gesperrt. © André Schulze

Schaukel, Sandkasten und Klettergerüst dürfen seit Montag auf Sachsens öffentlichen Spielplätzen wieder genutzt werden. Allerdings dürfen Kinder nur auf diese Plätze, wenn es Hygienekonzepte der Städte und Gemeinden gibt. 

In Kodersdorf wurde gleich am Montag mit der Umsetzung begonnen, sagt Bürgermeister René Schöne. Statt der rot-weißen Absperrbänder zieren jetzt Hinweistafeln den Spielplatz im Park hinter dem Gemeindeamt. "Wir sind unserer Pflicht nachgekommen und hoffen jetzt, dass sich Eltern und Kinder auch an die Regeln halten", so der Bürgermeister.

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Klare Regeln festgelegt

Dazu zählen, den Mindestabstand von 1,5 Metern immer einzuhalten, Zutritt haben nur Personen, die keine Symptome auf Covid-19 haben. Der Kontakt zu Risikogruppen ist zu vermeiden. Nach dem Spielen sind Gesicht und Hände gründlich zu waschen und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist angeraten. Dabei sollten Eltern mit gutem Beispiel vorangehen.

Diese Regeln will auch die Gemeinde Quitzdorf am See auf ihrem Knax-Spielplatz in Sproitz klar sichtbar anbringen. Aber auch dafür sorgen, dass die Besucher ihre Hände desinfizieren können. Aber damit hat Bürgermeister Günter Holtschke ein Problem. "Das,  was wir hingestellt hatten, wurde uns geklaut", sagt er zur SZ. Nun muss er erst neues Desinfektionsmittel besorgen, dazu abschließbare Ständer.  "Erst, wenn wir alle Hygieneanforderungen erfüllen können, gebe ich den Spielplatz frei", so Holtschke.  

Wer kontrolliert die Spielplätze?

Die Stadt Niesky ist ebenso zögerlich, was die Freigabe ihrer Spielplätze betrifft. Zum einen muss sie die hygienischen Voraussetzungen noch erfüllen, zum anderen stellt sich die Frage: Wie ist deren Einhaltung zu kontrollieren? Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann sagt, dass es sich die Stadt personell und zeitlich nicht leisten kann, ihre öffentlichen Spielplätze zu bewachen. Bleibt nur der Appell an die Nutzer, sich entsprechend zu verhalten. Dazu will die Stadt durch den Bauhof die Hinweistafeln mit den Regeln anbringen und auch Möglichkeiten zur Händedesinfektion schaffen.   

"Wir sind bemüht, dass die Voraussetzungen gegeben sind, damit zum Wochenende die Spielplätze wieder benutzbar sind", sagt die Oberbürgermeisterin. Eventuell ist es erst am Montag so weit. Auch die Spielplätze der beiden großen Wohnungsvermieter in der Stadt sind noch mit einem "Betreten verboten" versehen. Auch hier gibt es das Problem der Kontrolle. 

In der Stadt Rothenburg ist die Verwaltung der Auffassung, dass die strengen Hygieneauflagen für große Spielplätze gelten. "Unsere öffentlichen Spielplätze sind kleinerer Natur. Unsere städtische Aufgabe ist es, die Spielplätze zu reinigen und sauber zu halten. Wenn alle Abstand halten beziehungsweise einen Mund- und Nasenschutz tragen, dann ist der Sicherheit genüge getan", sagt Bürgermeisterin Heike Böhm. 

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